Ein Jahr Afrika III

Heike und Vido am südlichsten Punkt Südafrikas: Hier treffen sich der Atlantische und der indische Ozean

Roger : Wer hätte das gedacht: Als wir uns zum ersten Mal in Bad Kissingen kennenlernten, bin ich von einem einmaligen Bericht über eure Reise ausgegangen. Jetzt steht schon Teil III im Titel und es sind schon fast 3 Jahre vergangen. Ihr musstet aus gesundheitlichen Gründen die erste Tour leider stoppen. Nach den gesundheitlichen Problemen von Vido kam dann auch noch die Pandemie dazu, die alles verzögerte.

Roger: Aber jetzt scheint es ja endlich richtig losgegangen zu sein. Wann und wo war der Start?

Heike: Wir sind am 1. Dezember 2021 in Windhoek gelandet und haben erst mal unser Auto wieder in Empfang genommen, das mussten wir ja 22 Monate lang in Namibia „parken“. Zuerst haben wir das komplette Fahrzeug ausgeräumt, da wir nach fast zwei Jahren gar nicht mehr wussten, was wir alles dabei haben. Und bei der Aktion ist auch vieles raus geflogen, was wir mittlerweile als überflüssig oder nutzlos angesehen haben. Dann haben wir auch noch ein paar unliebsame Überraschungen beseitigen dürfen, zum Beispiel eine Tube Tomatenmark, deren Inhalt sich in 22 Monaten einmal quer durch die Proviantbox gearbeitet hat. Dann haben wir das Fahrzeug auch noch gründlich innen gereinigt, die ganze Wäsche durchgewaschen und alles wieder eingeräumt.

Vido: In der zweiten Dezemberwoche 2021 sind wir endlich aufgebrochen.

Der südlichste Leuchtturm Afrikas bietet tolle Aussichten

Roger: Das freut mich zu hören! Welche Länder habt ihr bis jetzt bereist?

Vido: Wir waren fast drei Monate in Namibia unterwegs und sind Ende Februar nach Südafrika eingereist, aktuell sind wir seit ein paar Tagen in Botswana.

(Anmerkung: Das Interview ist in 04/22 entstanden)

Ein Zebra und ein Erdferkel mitten in Botswana. Leider konnten die Beiden das nachtaktive Tier noch nicht in live erleben..

Roger: Wie kompliziert sind denn die Grenzübertritte? Was muss man dabei beachten?

Heike: Der Übertritt nach Südafrika war problemlos, wenn man davon absieht, dass die meisten Grenzübergänge nach wie vor geschlossen sind. Warum Südafrika das so handhabt, können wir nicht nachvollziehen. An der Grenze mussten wir einen Covid-Schnelltest absolvieren, ansonsten die üblichen Formalitäten, nach einer knappen halben Stunde waren wir durch. In Botswana war es noch einfacher, dort mussten wir nur den Nachweis erbringen, dass wir beide vollständig geimpft sind, und schon konnten wir einreisen.

Roger: Was waren bisher die eindrucksvollsten Erlebnisse eurer Reise?

Vido: Von 21. Dezember bis zum 1. Januar 2022 waren wir auf einer geführten Tour unterwegs, die Skelett-Küste rauf bis zur Kunene-Mündung an der Grenze zu Angola, dann quer durch die Wüste 56 Kilometer nur Düne rauf, Düne runter. Durchs Kaokoveld und etliche Flussbetten ging es dann wieder zurück in die Zivilisation.

Das erste Auto hat die Spur im tiefen Sand gelegt und die anderen folgen.
Warten bis eine steckengebliebenes Auto wieder flott gemacht wurde – das passierte öfters
Bei der Durchquerung der Namib-Wüste wurde das Camp mitten in den Dünen aufgeschlagen.

Vido: Die zehn Tage waren brutal anstrengend, aber auch ein einmaliges Erlebnis, das wir nicht missen wollen.

Roger: Das glaube ich, das sind Eindrücke und Erlebnisse die man nicht vergessen wird

Vido:Im Hinblick auf Tiere hatten wir die schönsten Eindrücke bisher im Addo-Elephant-Park. Es gibt wohl nur sehr wenige Plätze, an denen man diesen grauen Riesen so extrem nahe kommt und wo die Elefanten so tiefenentspannt sind. Wenn ein vier Meter hoher Bulle in keinen zwei Metern Abstand am Auto mit offenen Fensterscheiben vorbeistapft, dann vergisst Du einfach zu atmen.

Fast zahme Zebras im Addo Elephant Park

Roger: Wenn man die Bilder in eurem Blog sieht, meint man, dass alles immer perfekt und romantisch verlaufen ist. War das wirklich so? Ist es nicht auch anstrengend mit 2 Personen auf 2 qm Wohnfläche 1 Jahr zu leben? Hattet ihr auch mal die Nase voll und habt an eine Rückkehr gedacht?

Heike: Naja, manchmal ist es nicht ganz einfach. Wir hatten selten beide mal zwischendrin unseren Frust, ausgelöst durch ganz harmlose Dinge. Dann fand einer von uns mal für eine Stunde alles zum Kotzen, aber danach war es auch wieder gut. Und wir sind selbst erstaunt, wie gut das zu zweit in einer so kleinen Kabine funktioniert. Was uns allerdings nachhaltig frustriert hat, waren die Schlechtwetter-Perioden, die wir hatten. Wenn es über Tage nur noch regnet, alles klamm und muffelig wird und keine Aussicht auf Besserung besteht – und das in Afrika! – dann schlägt das schon aufs Gemüt.

Roger: Ja, das glaube ich und das ist sicher ein wichtiger Hinweis für die Leser, die auch einmal eine solche Reise unternehmen wollen.

Im Süden Namibias: Der starke Regen hat viele Straßen weggespült.
Einmaliges Erlebnis nach gutem Regen: Auf Farm Sandhof in Namibia blüht bis zum Horizont eine spezielle Amaryllis-Art
Der sonst trockene Fisch-Fluss fliest nach heftigen Regen in voller Breite. Und nein, Sie sind nicht durchgefahren.

Roger: Gab es auch Situationen, die ihr nicht nochmal erleben möchtet?

Vido: Weder mit den Tieren noch mit der Bevölkerung hat uns etwas außerordentlich in Bedrängnis gebracht. Was wir beide nicht mehr erleben möchten, ist das Geräusch, das ein defektes Hinterradlager macht – und das irgendwo in der tiefsten Abgeschiedenheit!

Roger: Ja, ich habe mitbekommen das es einige Problem mit eurem Fahrzeug gab. Was war passiert?

Vido: Ach, das war tatsächlich ein Mega-Frust! Nach der Skeleton-Coast-Tour habe ich festgestellt, dass unsere Ladewanne gerissen war. Das mag schon vorher irgendwann mal seinen Anfang genommen haben, aber auf den afrikanischen Straßen ist der Riss immer weitergewandert. Und an der Ladewanne hängt die Fernweh-Mobil-Kabine, da ist es wirklich wichtig, das zu reparieren, bevor wir unser Schneckenhaus verlieren. Wir waren in mehreren Werkstätten, die das Problem zwar verstanden haben und auch entsprechende Reparaturen vorgenommen haben, aber der Riss ging trotzdem weiter. Schließlich landeten wir zum Glück in Windhoek, wo die Kabine abgenommen werden konnte und eine Stahlstrebe angeschweißt und angeschraubt wurde, um die Ladewanne stabil mit dem Fahrzeugrahmen zu verbinden.

Die Kabine musste runter weil der Rahmen und die Ladewanne gerissen war.

Vido: Dann ging das linke Hinterradlager kaputt, und zwar im Kaokoveld, fernab jeder Werkstatt. Zum Glück konnte ein Mechaniker organisiert werden, der das Radlager auch austauschen konnte, aber leider nicht richtig… Nach 2.000 Kilometern war das Radlager wieder im Eimer, und weil das nicht reichte, waren auch die hinteren Steckachsen durch die mangelhafte Reparatur hinüber. Zum Glück passierte uns das in der Nähe von Windhoek, aber die Teile waren in Namibia nicht vorrätig und mussten aus Südafrika geschickt werden, das dauert natürlich alles seine Zeit. Dann hatten wir noch Probleme mit der Klimaanlage, der Bremstrommel hinten links, dem Mittellager des Kardangelenks und des Kreuzgelenks, eine mausetote Batterie im Addo Elephant-Park. Zwischenzeitlich haben wir dem Zebra gedroht, es anzuzünden, wenn es weitere Probleme gibt. Und dabei war der Hilux richtig gut gewartet und vorbereitet. Ständig wurde alles geprüft. Dann ist es umso enttäuschender wenn derart viele Probleme auftauchen.

Ein Zebra ohne Beine: Die Reparaturserie nahm kein Ende. Das frustriert. Nach einer mangelhaft durchgeführten Reparatur der hinteren Radlager gingen sie erneut kaputt. Und dazu auch noch die Steckachsen!

Roger: Das arme Zebra…. aber es hat euch ja auch gute Dienste geleistet, das wollen wir ja nicht vergessen. Das ist ärgerlich bei solch einer Tour, aber es zeigt wie solche Pisten aufs Material gehen. Und dabei zählt der Toyo ja noch zu den stabileren Fahrzeugen seiner Gattung. So ist zumindest sein Ruf. Trotz der guten Vorbereitung ist man nicht vor solchen Problemen gefeit und an Ersatzteilen kann man nicht alles mitschleppen. Das habe ich mir abgewöhnt. Man hat dann sowieso immer das Falsche dabei.

Auf dem Sani Pass nach Lesotho. Elendig schlechte Pisten gehen aufs Material. Aber das Zebra hat es gepackt.

Wilde Straße durch die Cederberge nach Eselbank ( ja der Ort heißt wirklich so!)

Roger: Bei Facebook tauchten plötzlich zwei Fernwehkabinen auf den Bildern auf.

Heike: Ja, das war wirklich lustig! Über die Fernweh-Mobil-Gruppe auf Facebook haben die Besitzer von Kabine 34 und wir mit der Kabine 35 herausgefunden, dass wir zur gleichen Zeit in Windhoek sind. Die Gelegenheit musste natürlich für ein Mini-Fernweh-Mobil-Treffen genutzt werden!

Nein, dass sind nicht die Traveller Days, die Benno Cramer jedes Jahr auf dem Westerwald veranstaltet, sondern ein externes Treffen zweier Fernwehmobile mitten in Namibia . Nr. 34 und Nr.35 haben sich per Facebook verabredet.

Roger: Was würdet ihr an dem Fernweh Mobil verändern oder verbessern?

Vido: Nach wie vor sind wir von dem Konzept der Fernweh-Mobil-Kabine überzeugt und würden nicht viel verändern… bis auf eine Sache, die uns manchmal fast wahnsinnig gemacht hat, und das sind die Alu-Leisten an den Schränken und Klappen und am Bett. Durch die ständigen Holperpisten arbeitet Alu auf Alu, und das erzeugt schwarzen Abrieb, der sich überall festsetzt. An den Klamotten und den Polstern waren die schwarzen Flecken irgendwann so nervig, dass wir alle Alu-Profile mit weißem Tesa-Gewebeband abgeklebt haben. Nur für die Schiene am Bett haben wir noch keine Lösung. Vielleicht wäre es eine wirkliche Verbesserung, wenn bei der Produktion eloxiertes Alu oder Edelstahl verwendet würde.

Roger: Da hat Benno Cramer (Cramer Technik) ja schon reagiert und seit einiger Zeit werden die Türen und Klappen aus Holz produziert. Die Schiene die das Auszugsbett lagert, wische ich regelmäßig mit einem Feuchttuch ab. Aber ansonsten kann ich nur bestätigen, dass das Konzept der Fernwehmobile gerade für härtere Offroad Touren optimal ist.

Übernachtet wurde teilweise auch in ausgetrockneten Flussbetten. Was aber nicht ganz ungefährlich ist.
Roger: Man sollte dabei aber immer das Wetter im Auge haben! Jedes Jahr ertrinken viele Menschen in Flussbetten. Der ausgetrocknete Boden kann bei starken Regen das Wasser nicht aufnehmen. Und plötzlich kommt eine Wasserlawine durchs Flussbett gerauscht, obwohl der Regen viele Kilometer entfernt herunterkommt und vor Ort vielleicht die Sonne scheint. Das habe ich selbst einmal in Marokko erlebt. Das war ein beeindruckendes Erlebnis. Ab da wusste ich, dass es nicht nur ein Märchen ist was gerne am Lagerfeuer erzählt wird. ( siehe Marokko Bericht Teil II )

Roger: Was würdet ihr an Equipment noch mitnehmen und was hättet ihr besser Zuhause gelassen?

Heike: Aus heutiger Sicht ist viel zu viel Gerödel im Fahrzeug. Dabei haben wir, als wir das Auto nach 22 Monaten wieder übernommen haben, schon über 50 Kilogramm (!!) Teile, Klamotten und Sachen rausgeschmissen, die wir im ersten Anlauf toll fanden, wo sich aber schnell herausgestellt hat: Das brauchen wir nie! Wir hatten zum Beispiel ein zusätzliches Seitenteil für die Foxwing-Markise nebst Stangen dabei. Bis jetzt hatten wir die Foxwing dreimal offen, und das Seitenteil hätten wir bis heute nicht gebraucht. Das durfte in Windhoek bleiben. Oder eine tolle zusammenlegbare Feuerstelle aus Edelstahl mit Grillrost – raus damit, es gibt im südlichen Afrika nahezu überall Feuerstellen, und wo es keine gibt, werden Nudeln gekocht.

Traumhaft! Die Farm Tiras in Namibia. Camping mit Weitsicht (Tiras Farm Google Maps)

Roger: Das stimmt, mittlerweile lasse ich meine Feuerstelle und Grill auch zu Hause wenn es in den Süden, wie zum Beispiel nach Sardinien, Korsika oder Griechenland geht. Dabei geht es mir nicht nur ums Gewicht, sondern um die enorme Waldbrandgefahr die davon ausgeht. Jedes Jahr sind Touristen durch unachtsames Verhalten Schuld daran, dass viele Quadratkilometer Wälder abbrennen. Da möchte ich nicht dazu gehören.

Vor so einem riesigen Boab Baum sieht das Zebra wie ein Spielzeugauto aus.
Die beeindruckenden Baobabs werden bis zu 3000 Jahre alt.

Heike; Wir sind auch am Zweifeln mit dem ganzen Bergematerial – bisher haben wir es nur für andere gebraucht und niemals für uns. Würden wir heute nochmal das Auto genau sichten und ausmisten – da wären noch einige Dinge, die rausfliegen könnten.

Traumhaftes Camp mitten auf einer Kalahari-Düne

Abendstimmung an den Erupa-Falls

An der Mündung des Oranje Fluss in den Atlantik. Bis vor wenigen Jahren waren Touristen wegen der Diamanten Vorkommen hier nicht zugelassen. Der Oranje ist mit 2160 Kilometern – nach dem Sambesi- der zweitlängste Fluss im südlichen Afrika und führt durch Lesotho nach Südafrika.

Roger: Was habt ihr für wichtige Tipps für unsere Leser, die eine ähnliche Tour planen?

Vido: Weniger ist mehr! Man braucht nicht drei paar kurze Hosen und sechs Shirts, das Zeug ist schnell unter der Dusche durchgewaschen und trocknet hier sowieso meistens in Rekordzeit. Was die Technik angeht: Wir würden heute keine fest verbaute Seilwinde mehr nehmen. Sollte man sich selbst festfahren, dann ist die Winde garantiert immer an der falschen Stelle. Es gibt mittlerweile sehr gute mobile Seilwinden, die man entweder vorne, seitlich oderhinten am Fahrzeug befestigen kann, oder sogar an ganz anderer Stelle wie etwa an einem Baum.

Roger: Oder zum Beispiel das „Bog Out“ Bergetool aus Australien. Das wiegt nur 3,5 Kilo und hilft in vielen Situationen. Darüber habe ich mal einen Bericht und YT Beitrag gemacht ( siehe hier).

Vido vor einem riesigen Termitenhügel

Willst du Gott zum Lachen bringen, erzähle ihm deine Pläne.

Gehört von Dieter Lange (Speaker und Autor)

Heike: Ich habe mir am meisten schwer getan mit meinen eigenen Erwartungen an die Reise. Wir wollten insgesamt sieben Länder bereisen, zum Schluss waren es drei und ein kurzer Abstecher zu den Victoria-Falls, und das hat mich sehr betrübt. Es stand irgendwie alles unter einem schlechten Stern: die technischen Probleme, das absolut untypisch schlechte Wetter, das dann dazu führte, dass viele Straßen einfach nicht befahrbar waren, schon gar nicht, wenn man wie wir alleine unterwegs ist, die Covid-Pandemie und die zum Teil kruden Einreiseregelungen der Länder… Es beschäftigt mich immer noch, dass viele Traumziele abgehakt werden mussten, obwohl wir eigentlich so viel Zeit hatten. Daher ist mein Rat an alle, die etwas ähnliches planen: Schraubt von Anfang an Eure Erwartungen auf ein Minimum herunter. Wenn alles klappt, ist das wunderbar. Aber es gibt immer Unwägbarkeiten, auf die keiner vorbereitet sein kann, das mussten wir leider immer wieder schlucken.

Leben ist das was stattfindet, während du etwas anderes planst.

Gehört von Dieter Lange (Speaker und Autor)

Roger: Das finde toll das ihr so ehrlich darüber sprecht. Ich schaue mir gerne YT Reisevideos, Instagram und Facebook Einträge von Influencern an. Aber da bekommt man immer nur eine heile Welt vorgegaukelt, sieht strahlende Gesichter und romantische Sonnenuntergänge an den schönsten Spots. Mittlerweile nervt mich diese Scheinwelt richtig, weil es immer nur die halbe Wahrheit ist. Von den Dingen die schief laufen und wie schwierig auch so eine Langzeitreise sein kann, berichtet kaum einer. So eine Reise wie ihr sie erlebt, muss man sich stellenweise hart „erarbeiten“ und ständig gegen die Widrigkeiten und Gegebenheiten kämpfen und sich neu positionieren. Und das freut mich, dass ihr ehrlich darüber berichtet.

Südseegefühle in Kosi Bay: Lauwarmes Wasser und herrlich zum Schnorcheln

Roger: Habt ihr schon ein paar Eckdaten der Kosten welche wir den Lesern nennen können?

Heike: Ach ja, die Kosten… durch die vielen Reparaturen wurde natürlich auch das Reise-Budget ordentlich strapaziert, insgesamt hat das Zebra rund 4.000 Euro außerplanmäßig „gefressen“. Trotzdem klappt es mit unserem monatlichen Budget von 3.000 Euro ganz gut, ohne dass wir uns nur von trocken Brot und Wasser ernähren müssen, wobei da auch die Flüge und die Verschiffung inkludiert sind. Die höchsten Kosten verursacht natürlich der Sprit. Bis jetzt sind wir insgesamt seit unserem ersten Start im November 2019 rund 27.500 Kilometer gefahren und haben dabei etwa 4.000 Liter Sprit verbraucht. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei circa 14,5 Liter, wobei da natürlich die Tiefsand-Fahrten richtig reingehauen haben, da lagen wir oft deutlich über 20 Liter im Schnitt.

Roger: Ja, das kenne ich von meinen Tunesien Reisen: Sobald es in den Sand geht kennt die Tankanzeige keine Gnade. Das muss man zwingend mit einkalkulieren wenn man solch eine Reise plant!

Überfüllte Strände sucht am an der Ostküste vergebens…

Roger: Wie lange soll die Tour noch dauern?

Vido: Für Mitte Juni haben wir einen Container in Walvis Bay bestellt – wir suchen übrigens noch einen Container-Buddy, dann darf das Zebra wieder nach Hause schippern, und wir fliegen Ende Juni hinterher. Bis dahin wollen wir noch Botswana unsicher machen und dann wieder zurück nach Namibia.

Roger: Was habt ihr vor, wenn ihr wieder im “normalen Leben” angekommen seit?

Vido: Wir dürfen uns mit um unser Enkelchen kümmern, das Mitte Oktober letzten Jahres auf die Welt gekommen ist. Das ist dann auch ein großes Abenteuer! Irgendwann möchten wir mit dem Zebra noch nach Island und in die skandinavischen Länder, aber das lassen wir Dich rechtzeitig wissen! Und vielleicht führt uns der Weg nochmal nach Afrika, aber dann mit einem Leihwagen, da die Verschiffungskosten enorm in die Höhe gegangen sind. Eine Unterstellung in Afrika kommt für uns nicht in Frage, weil uns Erstens der Aufwand mit Carnet, Zoll, Versicherung und so weiter zu nervig ist und Zweitens, weil wir eben mit dem Auto noch andere Ziele bereisen wollen.

Roger: Ein Zebra auf Island! Das schreit nach einem vierten Teil. Da freue ich mich drauf! Ich danke euch für eure offenen Antworten und wünsche euch weiterhin eine gute und erlebnisreiche Reise ohne große Reparaturen. Kommt gut wieder nach Hause!

Viele weitere tolle Bilder und Infos zur Reise gibt es auf der Website und Blog von Heike und Vido:

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