9 Tipps zur Sardinien „Highlight Tour 2019“

Hier einige Ergänzungen mit den Erlebnissen und Highlights aus der Tour 2019 zu den vorhandenen Sardinien Tipps  Kapitel 1-6. Passend dazu gibt es dann auch bewegte Bilder im Youtube Kanal (s.u.)


Nach einem anstrengenden Jahr wollten dieses Mal einfach nur einen Erholungsurlaub auf Sardinien haben.Zu den altbekannten, schönsten Stellen fahren, einfach nix berennen und eine erholsame Zeit verbringen. Aus den letzten 5 Touren auf Sardinien hat man so seine Lieblingsstellplätze gefunden. Dieses Jahr ging es „rechts herum“ von Olbia an der Ostküste Richtung Süden bis Bari Sardo. Von dort über die Nuraghen Siedlung bei Barumini zur Westküste, auf die Halbinsel Sinis. Von dort Richtung Norden über Bosa über die herrliche Küstenstraße nach Alghero. Und dann für ein paar Tage von Palau mit der Fähre zur Inselgruppe “ La Maddalena“.

Und das sind die Highlights der Tour 2019:

Tipp Nr.1 : Camping „Agriturismo Lago Le Tamerici“ / 17 km vom Hafen Livorno

Wie schon im Sardinien Bericht „Die Anfahrt“ beschrieben, finden wir die Idee am Campingplatz bei Livorno zu übernachten und dann am frühen Morgen mit der preiswerten Tagfähre zu fahren, genial. Nachmittags in aller Ruhe anreisen und am frühen morgen (so um 5.30 Uhr ) die knapp 20 km zur Fähre nach Livorno fahren.

Anfahrt zum Camp in der Abendsonne
Abendstimmung am Lago le Tamerici
Im Hafen von Livorno
Los geht´s

Tipp Nr. 2: Camping Ermosa

Ich habe lange überlegt ob man diesen Campingplatz Ermosa empfehlen kann.
Kein Pool, keine Animation, veraltete, sehr einfache Sanitäranlagen, recht enge Duschen und recht stramme Übernachtungspreise. (31.- € ohne Strom, 2 Erwa.+ Camper pro Nacht)
Einfach nur eine Wiese mit staubigen Fahrwegen.
Dafür bietet der Platz absolute Ruhe, 300 m zum herrlichen, weitläufigen Strand, Brötchen Service und eine super freundliche, herzliche Betreiberfamilie. Und die Pizza im Restaurant ist der absolute Hammer.
Wir haben uns sehr wohl gefühlt und fanden die Atmosphäre irgendwie toll.
Deshalb trotzdem eine Empfehlung, gerade wenn man von der Fähre in Olbia kommt, oder wieder heimwärts zieht. ( ca.45 min)
Und wenn man schon mal da ist kann man sich die kleine Stadt Pausado anschauen.



Tipp Nr. 3:Su Barone

Alle Jahre wieder. Ein „Muss“ auf jeder, unserer Sardinien Reisen. Ein Strandabschnitt, bei dem  man mit seinem KFZ durch den Pinienwald an den Strand fahren kann. Der Eintritt mit KFZ liegt bei 5€. Wohnmobile ab 3.5 to müssen leider draußen bleiben. Außerdem sind die Pisten dorthin etwas ausgewaschen und eng. Also genau das Richtige für Pickups mit Wohnkabinen.
Übernachten darf man hier leider nicht.
Aber man hat den Strand fast ganz für sich alleine. Einer meiner Lieblingsorte auf Sardinien.


Antitipp 🙂

Hier sollte eigentlich ein Foto vom Strand Fuili zu sehen sein. ( In der Nähe von Cala Gonone) In jedem Reiseführer als einer der schönsten Strände angepriesen. Leider hatten wir schon vorher die Nase voll, bevor wir richtig angekommen sind. Schon Kilometer vorher säumten rechts und links Autoschlangen die Anfahrtsstraße ( Sackgasse). Keine Chance einen Parkplatz zu finden. Geschweige denn eine geeignete Stelle am Wasser. Und das in der Nachsaison. Wir sind wieder umgedreht. Nix für uns. Vielleicht haben wir aber auch einfach nur Pech gehabt und es kann mir jemand etwas anderes berichten

Leider kein Bild. Wegen Überfüllung konnten und wollten wir den Strand dann nicht mehr erreichen !
Kleine Rast in den Bergen. Von hier aus könnte man zur Gorroppu-Schlucht wandern. ( Gola di Gorropu )



Tipp Nr. 4: Camping Marina

Eine Sandpiste führt zum schönen, einfachen Campingplatz Marina. in Bari Sardo. Ich glaube einen freundlicheren Empfang, habe ich auf noch keinem Campingplatz erlebt. Direkt am weitläufigen Strand gelegen findet man einen schönen Stellplatz unter Bäumen. Einfach, aber gut. Fußläufig erreichbar, liegt das Fischrestaurant Sa Traca direkt am Meer. Sehr zu empfehlen! Aber auch am Campingplatz selbst kann man gut und günstig speisen.

Fischrestaurant Sa Traca. Speisen mit schöner Aussicht
Sa Traca Fischrestaurant.
Tipp Nr. 5: Nuraghen von Barumini

Auf geht´s durch die herrliche Berglandschaft, Richtung Westküste.
Unterwegs besuchen wir die Nuraghen von Barumini.
Eigentlich ein Pflichtbesuch wenn man sich etwas für die sardische Kultur interessiert. Leider gibt es keine deutsche Führung, aber mit ein bisschen Schulenglisch und Wikipedia kann man sich vieles zusammenreimen. Ohne Führung ist ein Besuch nicht möglich. Trotzdem sehr empfehlenswert.

Tipp Nr. 6 : Sinis

Auf der Halbinsel Sinis sind wir wieder auf einem unserer unserem Lieblingsstellplätze verblieben. Leider hat in den letzten Jahren das Seegras am Strand Überhand genommen und er wird auch nicht (oder wenig) gepflegt. Die dadurch angesiedelten Mücken nerven , sobald die Sonne untergeht. Hier sollte man entsprechend gewappnet sein. An den Wochenenden kommen verstärkt Einheimische zum Strand. Ab Sonntag Abend entspannt sich der Betrieb dann wieder.
Trotzdem ein Traumplatz mit leider katastrophaler Infrastruktur. WC und Dusche sollte man dabei haben. Abends kommt ein älterer Herr gefahren und kassiert 15€ pro Nacht. Unweit von dem offiziellen Plätzen gibt es auch inoffizielle, illegale Plätze. Dazu weiter unten noch ein Kommentar

tipp Nr.7: Bosa

Neben diesem wunderschönen Ort, den man auf jeden Fall einmal besuchen sollte (siehe auch Teil III Die Westküste) gibt es hier das weltbeste Eis. Deshalb schauen wir immer gerne für einen kleinen Stopp vorbei.

Jedes Jahr ein Pflichtbesuch. Von außen unscheinbar. Hier gibt´s das beste Eis auf ganz Sardinien (meine Meinung ;-))Direkt am Platz „Monumento ai Caduti“

Tipp Nr.8 : Alghero

Laguna blue Ein großer Campingplatz direkt an einer Lagune gelegen.
Ein Ort mit allen Annehmlichkeiten und Unannehmlichkeiten, die der Massentourismus so mit sich bringt.Neueste Errungenschaft ist eine Poolanlage mit Badekappenpflicht.
Aber nun mal ein guter Ausgangspunkt um Alghero ein paar Tage zu erleben.
Und sicherlich für Familien mit Kleinkindern interessant.
Wir finden etwas Abseits an der Lagune bis jetzt immer ein traumhaftes Plätzchen. Dafür muss man zu Zentrum (Pizzeria, Supermarkt) des Campingplatz etwas laufen. Und in das 5 km entfernte Alghero ( für mich die schönste Stadt Sardiniens) kommt man mit dem Bus, Fahrrad oder Taxi.
Den Flughafen hört man ab und an mit seinem Flugverkehr. Aber nicht dramatisch. In der Nähe findet man Palmvera und Nettuno Grotten. (siehe auch Sardinien : Der Norden)

Tipp Nr.9: La Maddalena

Hier gilt es die schönsten Strände Sardiniens zu entdecken. Auf Maddalena und Caprera findet man die schönsten Strände Italiens oder vielleicht auch des ganzen Mittelmeeres.
Aber auch hier gilt: Da wo es am schönsten ist, kommen die Massen und es hört auf Spaß zu machen.
Das Ganze gipfelt darin, dass zum Beispiel der wunderschöne rosafarbene Korallensandstrand Spiaggia Rosa auf der kleinen Insel Budelli abgesperrt wurde und man ihn nur noch hinter einem Absperrband fotografieren darf. Betreten verboten.
Aber man findet sie, die einsamen Strände, Stellplätze und Buchten. Man muss sich nur ein bisschen bemühen und Wege auf sich nehmen.

Die Überfahrtzeiten der einen Gesellschaft. Es gibt noch eine Zweite die sich abwechseln.Hier muss man dann schauen für welche Fähre man eigentlich das Ticket gekauft hat. Bis jetzt bin ich einfach immer auf die Fähre gefahren und hab an Bord oder später am Hafen ein Ticket nachgelöst. Alles ganz entspannt.
Traumhafte Strände auf Maddalena und Caprera
Zum Thema „Freistehen“:

Ein Pärchen, welches wir am Campingplatz kennengelernt haben, berichtete das sie 83€ Strafe für das Übernachten an einem entlegenden Strandparkplatz bezahlt haben. Für ihren Gasgrill sollten sie nochmal 200€ extra bezahlen, was sie aber freundlich weg diskutieren konnten.
Ob die 83€ eine allgemeine Pauschale oder ein individuelles Strafmaß war, ließe sich nicht eruieren. Auf dem Strafzettel hätte der Polizist auch noch andere Beträge ankreuzen können. Ein Anderer bekam in der Nähe von Cala Golone nur einen unfreundlichen Platzverweis. Da er bei seinem Landrover das Hubdach aufklappen musste und sich somit zu erkennen gab , dass er da nächtigte. Nebenstehende, parkende Wohnmobile blieben unbehelligt. Auch wenn in den einschlägigen Foren und Chats immer wieder berichtet wird, dass Freistehen in der Nachsaison toleriert wird, so ist diese Aussage falsch. Man hat halt einfach Glück, wenn es einen nicht erwischt oder nur einen Platzverweis. bekommt. Mit Pech bezahlt man. Freistehen  ist nun mal in Sardinien ( und fast in der kompletten EU) verboten. Ob das Freistehen und dem damit eventuell verbunden Ärger und Kosten einem die Sache Wert ist, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Wir haben in 2016 einen genialen Offroad Track bei Wikiloc gefunden. Dieser endete in einer Sackgasse direkt am Meer. An dieser Stelle querte auch ein bekannter Wanderweg und der Platz wurde wohl oft als Nachtquartier genutzt. Das Resultat: Über all am Wegesrand , an den Büschen und teilweise sogar mitten auf dem Weg, weiße Fahnen und braune Haufen. Es roch dort wie auf einer Bahnhofstoilette.

Das Anwohner und Einwohner irgendwann die Nase voll haben von „Freistehern“ – in welcher Art auch immer – die noch nicht mal eine Toilette dabei haben, ist dann verständlich. So wird mittlerweile in manchen Touristen Gebieten der EU massiv dagegen vorgegangen und mit saftigen Strafen bedacht. (Beispiel Island oder auch Kroatien). Es gibt so viele schöne alternative Stellplätze (Stichwort: Agritourismus) und naturnahe Campingplätze, so das ein Freistehen oft gar nicht nötig ist. Und die Sarden freuen sich, wenn sie dadurch ein paar Euros verdienen können.

In der aktuellen Explorer (2019/06) gibt es einen passenden Artikel zum Thema „Freistehen“ bzw. Wildcamping. Hier wird erläutert was in den verschiedenen Ländern erlaubt ist und was nicht. Dazu gibt es eine Online Übersicht die im Laufe der Zeit noch erweitert wird: Campingverbote in Europa

Letzter Aufenthalt vor der Heimreise (Spiaggia Cala Sassari)
Für die Rückfahrt eine Nachtfähre nach Genua- Diesmal mit Tirrenia. Nach meinem Empfinden alles etwas schmuddeliger wie bei Moby. In Zukunft würde ich wieder Moby vorziehen.

Und hier geht´s zu den bewegten Bildern auf meinem YouTube Kanal:

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