Freue dich, wenn es regnet – denn wenn du dich nicht freust, regnet es trotzdem.
Karl Valentin
Im letzten Jahr hatten wir für unser FernwehCamp 2.0 besseres Wetter versprochen. Und es hat tatsächlich funktioniert – wenn auch nur in Nuancen: Es fehlte der Schneeregen. Ansonsten war es leider wieder sehr ähnlich. Doch am Samstag hatte der Wettergott ein Einsehen mit uns: Fast den ganzen Tag gab es traumhaftes Oktoberwetter.


Diesmal reisten die Teilnehmer schon früh am Freitagmorgen an. Noch vor der Eröffnung der Kasse standen die ersten Allrad-LKW bereit und warteten auf Einlass. Bereits seit Donnerstag waren fleißige Helfer am Werk, bauten Pavillons, kleine Zelte sowie Imbissbuden auf und bereiteten das große Lagerfeuer vor.
Im nächsten Jahr wird es außerhalb des Stöffelparks-Geländes eine Übernachtungsmöglichkeit für Donnerstagsanreisende geben, da eine Übernachtung am Vorgelände des Stöffelparks nicht erlaubt ist. (weitere Infos folgen demnächst)

Auch in diesem Jahr konnte man 207 Fahrzeug-Anmeldungen verbuchen.
Bemerkenswert war, dass dieses Mal weit über 40 Expeditions-LKW den Weg in den Stöffel-Park gefunden hatten.
Noch stärker war die Fraktion der Pickup-Camper vertreten.
Kein Wunder: Benno Cramer – Mitorganisator des FernwehCamps – ist der Hersteller des Fernweh-Mobils, und Roger Nies – ein weiterer Mitorganisator – zeichnet für das Buch „Die Welt der Pickup-Camper“ sowie den Blog „wohnkabinen.online“ verantwortlich.

Da liegt es nahe, dass entsprechend viele Pickup-Camper den Weg in den Westerwald angetreten haben.
Thorsten Schneider, der Dritte im Bunde des Orga-Teams, ist bekannt durch seinen imposanten SK-Mercedes-Expeditions-LKW und seine vielen Kontakte in der Szene.

Doch was wären die Männer ohne die Frauen: Marina Schneider, Steffi Cramer und Steffi Nies empfingen die Gäste am Eingang und erledigten den Bürokram, der für die Anmeldung erforderlich ist.

Der Stöffel-Park ist ein ehemaliger Basaltsteinbruch, in dem die historischen Aufbereitungsanlagen noch erhalten sind und heute als Erlebnismuseum fungieren. Die riesige Fläche lädt täglich zum Spazierengehen und Erkunden ein – in jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken, für Kinder ein absolutes Paradies. Weiter unten im Tal existiert sogar noch ein aktiver Steinbruch.

Eingeladen und gekommen sind sie alle: vom Bodenzelt-Camper über Fahrrad- und Motorradfahrer, Dachzeltnomaden, Vanlifer, Geländewagen- und Pickup-Camper bis hin zu Expeditions-LKW sowie ganz normalen – und ungewöhnlichen – Straßenwohnmobilen. Das FernwehCamp ist offen für alle. Jeder reist auf seine Weise – so lautet das Motto. Hauptsache, man ist unterwegs.


Kathrin, Sebastian, Jonas und Marius gehören mit zum fleißigen Helferteam.





















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Punkt 16.00 Uhr begrüßten Roger, Benno und Thorsten am Freitag die Gäste und gaben den Startschuss für den Vortrags- und Workshop-Marathon.
Robby Fuchs machte mit einem beeindruckenden Kurzfilm über eine Westafrika-Durchquerung den Auftakt zum Vortragsprogramm, das auch in diesem Jahr wieder extrem vielfältig war:
Ian, Scout von Adventure-Offroad, berichtete von seinen Touren durch Griechenland und Westaustralien.

Larissa, die wir letztes Jahr auf Korsika kennengelernt haben, erzählte von ihren spektakulären Erlebnissen auf dem Pamir Highway. Den ganzen Bericht mit vielen wundervollen Bildern und der unglaublichen Reise kannst Du hier nachlesen: Zentral- und Westasien: Die spannende Reise von Larissa und Wassim mit ihrem Pickup-Camper

Dr. Thorsten Münch (alias Tosh) zeigte eindrucksvoll, dass auch eine Reise durch Südamerika nicht immer so verläuft, wie man es geplant hat. Sein gleichnamiges Buch „Abenteuer zwischen Traum und Totalschaden“ ist sicher genau so eindrucksvoll wie sein Vortrag über die Pannen mit seinem „Fatbaastard“.

Rainer Krippner von mongolei-tours.de präsentierte gewaltige Bilder aus einem faszinierenden Land – der Mongolei. Das macht definitiv Lust auf mehr.


Wer wollte, konnte für Samstag und Sonntag Brötchen vorbestellen. Nach dem gemeinsamen Selbstversorger-Frühstück gab es dann am Samstag den ganzen Tag über ein vielseitiges Workshop-Programm in der warmen Nissenhalle.


Die Nissenhütte (im Deutschen oft als Nissenhalle bezeichnet) wurde 1916 von dem kanadischen Ingenieur Peter Norman Nissen entwickelt. Dabei handelt es sich um eine leicht transportierbare Baracke mit halbzylinderförmigem Wellblechdach, die ohne weitere Stützen vor allem als militärische Unterkunft sowie als Notunterkunft in der Nachkriegszeit diente. Eine solche beheizte Halle auf dem Gelände des Stöffel-Parks ist Gold wert und nutzen wir nun für Workshops und Vorträge – und natürlich bis spät in die Nacht für ausgiebige Benzingespräche, wenn es am Lagerfeuer zu ungemütlich wird.



Ein exklusives, limitiertes Reifenflick-Seminar konnte im Vorfeld gebucht werden; Björn Eldracher überzeugte hierbei mit seiner Fachexpertise. 20 Fahrzeuge bzw. die 40 interessierten Personen konnten am Objekt lernen, wie man unterwegs einen Reifen flickt.

Ebenso fundiert waren die gewohnt kompetenten Vorträge von Andreas Woithon (bekannt von Scheinwerfer Luxx und Matsch und Piste). In zwei Abschnitten konnte man bei ihm das richtige Navigieren erlernen: Zunächst die analogen Grundlagen und am frühen Nachmittag schließlich alles, worauf es in der digitalen Welt der Navigation ankommt.


Auch ich durfte zusammen mit Matthias Rickert einen Vortrag über „Die Welt der Pickup-Camper“ halten – natürlich mit Bezug auf meinen gleichnamigen Ratgeber. Über Matthias und Heike hatte ich vor einigen Jahren bereits einen Bericht über den Selbstbau ihrer Wohnkabine verfasst. Das brachte uns auf die Idee, den Vortrag aufzuteilen: Zuerst erkläre ich die Basics und anschließend Matthias die Details, wie man selbst eine Kabine aus Sandwichplatten für einen Pickup baut.



Als ein weiteres Highlight sorgte Bruno Pillitteri wieder mit einem kurzweiligen Vortrag über eine Motorradtour mit seiner Auf-Spur-Clique durch Kirgisistan. Er hatte die Lacher auf seiner Seite, und der tosende Schlussapplaus bestätigte einmal mehr, wie sehr das Publikum seine Beiträge liebt. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr!
Für das kulinarische Wohl sorgte Brunas Imbiss, während es Spezialitätenkaffee und Kuchen in Manufaktur-Qualität von Leona Schneiders Kaffeeraum gab – eigentlich ein kleines Café in Gönnern, das am Wochenende Station im Stöffel-Park eingelegt hatte.

Der zentrale Dreh- und Angelpunkt: das große Lagerfeuer.


Rund um das große Lagerfeuer präsentierten sich verschiedene Aussteller und gaben bereitwillig Auskunft zu ihren Produkten. So war die PWS Offroad GmbH aus Neunkirchen wieder mit Fahrzeugen von Ineos Grenadier vertreten,

Offroad Weigler bzw. Swen Weigler zeigte seine Toyota-Modelle und die Trail Brothers sorgten mit einem Gewinnspiel für Unterhaltung.


Natürlich waren auch Benno Cramer und Johannes Huß vor Ort, um die Neuigkeiten des Fernwehmobils zu zeigen.



Bei Toni und Sabine konnte man durch Lederwaren sowie Outdoor-Bekleidung stöbern und bei Adventure Offroad direkt die nächste Reise buchen – wobei Robby Fuchs, der ehemalige Inhaber, mit seiner langjährigen Erfahrung Rede und Antwort stand.

Nach langer Nacht und einem weiteren gemeinsamen Frühstück am Sonntag hieß es für die meisten Teilnehmer wieder Aufbruch. Einige von ihnen mussten den Rückweg bis nach Hamburg oder sogar in die Schweiz antreten.


Wir möchten Danke sagen!
Danke an alle Besucher, dass sie trotz des bescheidenen Wetters den Weg zu uns auf sich genommen haben. Danke an alle Helfer, die uns in welcher Art auch immer unterstützt haben. Ohne Thekendienst, Platzeinweiser, Referenten, Aussteller usw. funktioniert so ein Treffen nicht. Danke an das Stöffel-Park-Team für die unkomplizierte Abwicklung und die vielen positiven Rückmeldungen der Teilnehmer per Mail oder als Kommentar bei Insta oder Facebook.
Wir sehen uns wieder: vom 22. bis 24. Oktober 2027 beim FernwehCamp 3.0! Eine Anmeldung ist demnächst möglich.

Viele Grüße vom FernwehCamp-Team:
Benno + Steffi Cramer
Thorsten + Marina Schneider
Roger + Steffi Nies