Reisetipp Alpen

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Leider kann ich keine Garantie und Gewährleistung für die Informationen und Daten im Bericht geben und somit ist jeder Haftungsanspruch an mich ausgeschlossen.

Ich möchte in diesem kurzen Beitrag meine 4 Lieblingstouren in den französischen / italienischen Alpen vorstellen. Der Beitrag ist nicht als Ersatz für einen Reiseführer zu verstehen, sondern als „Appetizer“ um sich bei Gefallen, etwas intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Dazu gibt es reichlich, ausführliche Literatur und Links, die ich im Beitrag noch vorstellen werde.

Schon vor fast 30 Jahren habe ich mir einen Denzel gekauft und von einem Trip in die Alpen geträumt. Der Denzel ist „die Bibel“ der Alpenpässe und gibt es mittlerweile in der 27. aktualisierten Auflage. Hier sind alle möglichen Alpenpässe aufgeführt, beschrieben und in Schwierigkeitsgraden unterteilt. Schon damals hatte man die Befürchtung, dass viele Pässe dem Umweltschutz zum Opfer fallen und gesperrt werden. Wundersamerweise hat das bis jetzt nur teilweise stattgefunden und es sind viele Offroadpässe noch befahrbar. Wenn auch mit den kuriosesten Beschränkungen. Manche sind am Wochenende gesperrt, manche an gewissen Tagen, manche zu gewissen Uhrzeiten, manche sind Einbahnstraßen oder werden nur an bestimmten Tagen geöffnet. Das erschwert eine sinnvolle Planung der Routen, dazu kommen kurzfristige Sperrungen wegen Reparaturarbeiten oder Geröllabgängen. Das Problem dabei ist, dass im Netz oft veraltete und widersprüchliche Daten kursieren und man nur ganz schwer verbindliche Aussagen erhält. Außerdem haben die Pässe unterschiedliche Namen. Zum Beispiel heißt die Varaita-Maira-Kammstraße offiziell eigentlich »Strada dei Cannoni« Alles sehr verwirrend für die Planung.

Bei den heutigen Umweltschutzdiskussionen habe ich aber nun so langsam wirklich die Befürchtung, dass die Offroadfahrten in den Alpen mittelfristig der Geschichte angehören.

Dem Umweltschutz zum Opfer gefallen: War jahrelang ein Geheimtipp und einer der spektakulärsten Pisten : Der Theodulpass/Bontadini startete bei Breuil Cervinian im Aostatal und war eine Versorgungspiste, die für den Bau eines Skilift angefertigt wurde. Heute leider für 4×4 gesperrt. Es war damals aber auch nie so richtig klar, ob die Piste überhaupt offiziell für Geländewagen befahrbar war.
Bis auf 3332m führte die Piste und hat somit -zumindest inoffiziell- dem Colle de Sommelier mit fast 3000m den Rang, als höchster mit dem PKW befahrbaren Berg abgelaufen.
Leider nur noch für Wanderer und Mountainbiker zu sehen, Ganz in der Nähe des Matterhorn. Angeblich wurde die Strecke nach einer überstrapazierten Geländewagen Veranstaltung gesperrt worden.

Das man nicht immer als Offroader in der Bergwelt willkommen ist, bezeugen die Schmierereien die man unterwegs sieht. „Offroader go home“ oder ähnlich steht an manchen Stellen geschrieben. Auch eine Anfeindung eines italienischen Wanderers haben wir erlebt, der mit seinem Wanderstock nach unseren Fahrzeugen geschlagen hat. Obwohl wir mit unseren Fahrzeugen extra für ihn Platz gemacht, stehen geblieben sind und auch noch freundlich gegrüßt haben.

So ganz wundert es mich allerdings nicht, dass man auf uns Offroader nicht gut zu sprechen ist: Auf der letzen Tour begegnete uns eine Geländewagen Reisegruppe aus Deutschland mit 13 ! (in Worten: dreizehn!) Fahrzeugen im Konvoi. Eigentlich verständlich, wenn die Geländewagenfahrer dann nicht ganz oben in der Beliebtheit-Skala der Bergfreunde stehen! Deshalb sollten einige Dinge bei Begegnungen mit Wanderern, Mountainbiker etc. selbst verständlich sein: Anhalten, Platz machen, freundlich Grüßen und langsam überholen. Wenn man mal in den Rückspiegel schaut, merkt man wie viel Staub man mit seinen breiten Reifen auf den Schotterpisten bei einem trockenen Sommer aufwirbelt. Das Wanderer nicht begeistert sind, wenn sie den Staub von etlichen überholenden Offroader schlucken müssen, kann man verstehen. Ich denke eine Gruppengröße von 2 bis maximal 5 Autos ist optimal. Desweiteren gilt natürlich wie überall: Auf den Wegen bleiben, keine Rennen veranstalten, defensiv fahren, Müll mitnehmen und seine braunen Hinterlassenschaften und weiße Fahnen nicht in den Büschen lassen, sondern vernünftig entsorgen. Eine Klapptoilette mit kompostierbaren Beutel gibt es für kleines Geld und passt in den kleinsten Offroader. Je unauffälliger wir Reisen, desto länger werden wir noch Spaß an den Touren haben. Das ist unsere einzige Chance, weitere Sperrungen in Zukunft zu vermeiden.

Es bleibt sowieso ein recht kurzes Zeitfenster von Mitte Juni (teilweise erst Mitte Juli ) bis Ende September. Bis dahin sind viele Pässe auf Grund alter Schneefelder noch geschlossen. Also sollte man als beste Reisezeit den Juli, August und September einplanen.

Ab hier geht es nur noch mit dem Motorrad, Mountainbike oder zu Fuß weiter: Das Bild wurde an einem 15.Juli aufgenommen.
Ende Gelände. Da musste selbst der G streiken

In einer Woche kann man schon jede Menge Abenteuer in den Bergen erleben. Außer am 15 August! Dann sollte man einen Ruhetag einlegen. Denn dann ist Mariä Himmelfahrt und alle Italiener sind im Feiertagsmodus und belagern ihre Bergwelt. An diesem Tag wollten wir die Varaita und Maira Kammstraßen fahren. Wir waren froh wie wir nach dem Chaos wieder in Camp waren.

Man sollte bei den Pisten kein hartes Offroadfahren erwarten. Allerdings gibt es die ein oder andere Schlüsselstelle, die einem das Herz schneller schlagen lässt.

Manchmal wird es auch etwas holprig, aber in der Regel nichts dramatisches.
Und manchmal wird es eng…..

Unterwegs haben wir aber auch einige SUV´s getroffen. Vielmehr liegt der Reiz beim offroadfahren in den Alpen darin, langsam durch die Berge zu cruisen und die fantastische Bergwelt, bei möglichst blauen Himmel zu bestaunen. Manchmal ist es etwas frustrierend, wenn man sich den Berg „hart“ mit seinem Offroader erkämpft hat und ein italienischer Hirte steht mit seinem Fiat Panda schon oben am Berg. Trotzdem sollte man die Sache nicht unterschätzen und immer mit mindestens 2 Fahrzeugen unterwegs sein. Man fährt 20-30 km und mehr in die Bergwelt hinein. Bei den Distanzen trifft man manchmal auch stundenlang niemanden, den man um Hilfe bitten kann, wenn es mal Probleme gibt. Das die Fahrzeuge technisch in Schuss sein sollten ist selbstredend. Im Falle einer schwerwiegenden Panne, wird eine Bergung, nervig, umständlich und im schlimmsten Fall gefährlich oder auch teuer. Das braucht keiner im Urlaub. Deshalb sollte das Fahrzeug vor der Reise gut durchgecheckt und anstehende Reparaturen (Bremsen, Kupplung!) erledigt sein.

Kaum gestartet schon das erste Maleur. Ein Elektrikschaden am Defender, der uns die ganze Tour in 2017 verfolgte.
Nach einigen Telefonaten mit Defender-Profis in Deutschland, konnte die Tour fortgeführt werden.

Aber auch das Wetter sollte man immer im Auge haben. Ein Unwetter, Schnee (auch im Sommerhalbjahr in den Bergen möglich) oder dichter Nebel auf den meistens einspurigen Pisten ist nicht witzig,

Hier sollte man die Tour abbrechen.
Ein heftiges Unwetter zog 2017 am Campingplatz über uns herüber und hat immense Schäden an Fahrzeugen und Gebäuden hervorgerufen,

Wir haben in der Regel immer nur eine Strecke, bis maximal zwei Strecken pro Tag gefahren. So hat man genug Zeit für Picknick und Fotostopps und das Erlebte zu genießen. Großes Navigationskönnen ist nicht gefragt. Die Straße ist nun mal vorgegeben. Nur an den Kreuzungen muss man aufpassen, die richtige Abbiegung zu finden. Alles aber keine große Kunst.

Die alten Militärstraßen sind Hinterlassenschaften aus den großen Kriegen. Das Ziel der Straßen war die Versorgung der Forts, die in den Grenzgebieten zwischen Italien und Frankreich verteilt sind. Es macht Spaß die ungesicherten Bunkeranlagen mit Taschenlampen zu durchforsten. Bei allem Spaß sollte man aber auch nicht vergessen, dass alleine beim Bau der Straßen und Bunkeranlagen, hunderte Menschen ihr Leben lassen mussten.

Die Touren sollten für die meisten Wohnkabinen bis 3,5 to fahrbar sein. Allerdings muss man am Col de Parpaillon und am Monte Jafferau die Angaben bezüglich der Tunnelhöhe beachten! Leider habe ich keine aktuellen Angaben gefunden. Die Fernwehkabine auf meinem Ranger passt auf jeden Fall durch!

Ein prima Ausgangspunkt für einige Touren in diesem Gebiet ist der Campingplatz Gran Busco. Hier versammeln sich die Geländewagen- und Endurofahrer abends beim Grillen und tauschen ihre Erlebnisse des Tages aus. Apropos Enduro Fahrer: Man sollte in den Kurven konzentriert und sehr langsam fahren. Es gab öfters Schrecksekunden, weil einem Endurofahrer mit hohem Tempo entgegen kamen und erst in letzter Sekunde wenige Zentimeter vorm Auto zum stehen kamen. Ich weiß nicht, wer sich mehr erschrocken hat….

Camping Gran Bosco

Adresse: SS24, Km.75, 10050 Salbertrand TO, Italien Weiterleitung zu Googlemaps

Campingplatz Gran Bosco. Direkt an der SS24 zwischen Salbertrand und Oulx gelegen. Optimal für Ausflüge in der Region. Die Jafferau Tour liegt quasi vor der Tür.
Quelle: Openstreetmaps

Und hier meine 4 Lieblingsstraßen:

Tour Nr.1: Monte Jafferau / Piemont / Italien

Im Jahr 1886 hat man angefangen diese spektakuläre Militärstraße in den Berg zu bauen. Die offizielle Bezeichnung ist die „Militärstraße 79“. Der Grund war die Verbindung von 4 Forts, denen man während der Fahrt begegnet und besichtigen kann. (Fort Fenil, Pramand, Föens (Abstecher von ca.9 km) und Fort Jafferau.) Die „Straße“ verläuft entlang des Tals „Val di Susa“, bis sie die östliche Seite des Bardonecchia-Beckens erreicht und hat in Summe eine Länge von 50 km

Los geht es mit einer einer kleinen Teerstraße in der Nähe von Salbertrand und schlängelt sich dann in vielen Kurven den Berg hinauf.

Immer wieder muss man mit Steinschlag rechnen

Später , in Zeiten der beiden Weltkriegen wurden die Wege erweitert und dann der spektakuläre Tunnel (ab 1925) gebaut. Im 850 m langen, in der Mitte gekrümmten, einspurigen, unbeleuchteten Tunnel mit dem Namen Galleria del Seguret (auch: Gallery del Pramand oder Galleria dei Saraceni) steht schon mal etwas Wasser. Problematisch wird es wenn es zu Gegenverkehr kommt. Dann heißt es sich verständigen und für einen von Beiden den Rückwärtsgang einzulegen. Er war nach Abgängen für mehrere Jahre gesperrt ist nun aber wieder befahrbar. (seit 2019) Über die Tunnelhöhe konnte ich keine verlässliche Angaben finden.

Durch dieses Felsmassiv für der spektakuläre Tunnel. Erbaut um sich vor den dauernden Verschüttungen und Abgängen zu schützen.
Hier sieht man den gekrümmten Verlauf des Tunnels. (Quelle: openstreetmaps)
Hoffen das kein Gegenverkehr kommt.
Mancher ist froh wenn er wieder ans Tageslicht kommt.
Suche den Ausgang :-)
Kurz hinter dem Tunnel das nächste zerfallene Fort. (Forte al Seguret)
Abstecher zum Fort Pramant
Es macht Spaß die Bunkeranlagen zu durchstöbern. Taschenlampen nicht vergessen
Hier standen einmal schwere Geschütze
Die Manschaftsunterkünfte des Forte Jafferau
Hier sieht man ganz gut den spektakulären Verlauf der Militärstraße
Hier standen einmal die Geschütze
Ausblick vom Forte Jafferau auf die zurück gelegte Route

Dann geht es vom Forte Jaffreau wieder über wilde Pisten und unzählige Kurven talabwärts. Genaue Beschreibungen, Koordinaten, Einstiegspunkte und Tracks der Tour etc. findet man in den o. g. Büchern oder zum Beispiel auch hier: Alpenrouten.de (direkt zum Track). Dort gibt es unter den Kommentaren auch immer wertvolle, zeitnahe Informationen von Teilnehmern, die aktuell die Straßen gefahren haben.

Wenn man schon daran vorbeifährt, sollte man es nicht verpassen, dem kleinen Ort Exilles mit zugehöriger Festungsanlage einen kleinen Besuch abzustatten. Nur wenige Minuten vom Campingplatz Gran Bosco gelegen:

Exille,ein uriger Ort den man nicht verpassen sollte, wenn man schon mal in der Nähe ist.
Nicht groß, nicht spektakulär, aber wunderschön…..

Tour Nr.2: Colle Sommeiller / Piemont / Italien

Als Ausgangspunkt für diese Tour empfiehlt sich wiederum der Campingplatz Gran Bosco.Von Bardonecchia schlängelt sich die herrliche Piste über Rochemolles bis zu einem Abzweig zum Rifugio Scarfiotti. Hier kann man eine Rast einlegen und eine Brotzeit einnehmen. Dann wird es etwas skurril: Etwas weiter steht im Nichts ein Kassenhäuschen und man zahlt 5.-€ Maut. Wenn es denn zur Erhaltung der Piste zu gute kommt, zahlt man es gerne. Die Strecke ab dem Mauthäuschen ist vom 15. Juli bis 30. September von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Donnerstags ist sie für Kfz gesperrt. So mein letzter Wissensstand. Dann kann man die höchste, mit dem PKW befahrbare Straße in den Alpen befahren. Die Sackgasse führt uns auf knapp 3000 m. Und ist übrigens keine Militärstraße. Ähnlich wie die Tour zum Mont Jafferau, hat sie auch eine Gesamtlänge von 50 km,rechnet man die Hin und Rückfahrt zusammen. Also ein gemütlicher Tagestripp mit viel Zeit zum Genießen und picknicken.

Kurz nach dem Mauthäuschen ergibt sich diese tolle Perspektive
Größere Mobile müssen öfters mal stechen.
Dann wird es spannend. Hier geht es hoch.
Sie haben ihr Ziel erreicht.
Nein, das ist nicht in Nepal. Das ist der Sommelier. Früher konnte man mit seinem Auto bis hier hin fahren. Heute muss man sein KFZ etwas weiter unten abstellen. Nun heißt es den ganzen Weg wieder zurück ins Basis Lager Gran Busco

Kommt man wieder zum Campingplatz Gran Busco, befindet sich auf der südlichen Seite des vorliegenden Bergmassiv, die ca. 60 km lange Assietta Kammstraße. (Colle dell’Assietta) Wer Zeit noch Zeit und Lust hat sollte diese traumhafte Piste nicht verpassen . Sie startet in Susa (20 km vom Camping Gran Bosco) und führ bis nach Sestriere. Achtung: nach meiner Kenntnis, gibt es Mittwoch und Samstag zwischen 9 und 17 Uhr Fahrverbote. Hier geht es zum Track: Assietta Kammstraße auf Alpenrouten.de. Natürlich gibt es noch viele weitere Pisten und Militärstraßen in der Region. Die Beschreibungen dazu findet man in den o.g. Büchern.

Fahrtechnisch anspruchslos, aber bei schönem Wetter ein Traum

Tour Nr.3: Col de Parpaillon

Szenenwechsel: Weiter geht´s nach Frankreich in die Hochdauphine. Dazu fahren wir ca.120 km weiter südlich über Brisacon in den Ort Embrun bzw. nach St.Andre-de Embrun. Von dort geht erst über Teer durch kleinere Bergdörfer

Abenddämmerung und noch mitten in den Bergen. Jetzt wird es Zeit ein Camp zu suchen, bevor es dunkel wird.
Am Scheitel des Passes: Der 520 Meter lange Tunnel in 2637 Metern Höhe. Bauzeit 20 Jahre!
Sehr rustikal von Innen
Der Belag im Scheiteltunnel variiert´von dicken Eisplatten bis zu tiefen Pfützen.
Ohne seitliche Begrenzungen wird es einem manchmal etwas mulmig. Bei trockenem Wetter kein Problem. Bei Regen kann es schon mal schlammig und rutschig werden.
Mit Erlaubnis des örtlichen Bauern durften wir eine Nacht im Tal verbringen. Wahrscheinlich nicht ganz legal, aber ein einmaliges Erlebnis. Einen gigantischen Sternenhimmel inklusive.
Wecker braucht man keinen zu stellen. Die Murmeltiere sorgen mit ihrem morgendlichen Pfeifkonzert dafür, dass man nicht verschläft.
Tipp Nr.4: Monte Bellino

Mein letzter Tipp ist der „Monte Bellino / Pass La Colletta“, (Track auf Alpenrouten.de) im Südpiemont, eine nur 16 km kurze, aber wunderschöne Stichstraße. Für mich eine der schönsten und spannendsten. Anscheinend relativ unbekannt und nicht so stark frequentiert.

Als Campingplatz empfiehlt sich der unweit gelegene Campo Base (weiterleitung GoogleMaps) ein naturbelassener, einfacher, weitläufiger Campingplatz. Bei unserem Besuch war dort recht viel los (Schulklassen) und dafür wenige Sanitäre Anlagen. Alles recht rustikal aber o.k. Dafür etwas Abseits einen sehr schönen Platz.

Adresse: Rifugio Campo BaseCentro Villaro, 113, 12021 Acceglio CN, Italien

Man merkt gar nicht, dass man sich auf einem Campingplatz befindet.Freie Platzwahl auf einem großen Areal

Los geht es unweit vom kleinen Ort Acceglio. Zuerst fährt man noch geteerten Weg und kurze Zeit später auf Schotter durch ein herrliches Tal.

Die Piste ist später weitgehend, kilometerlang einspurig und ich habe mich die meiste Zeit gefragt: „Was machen wir, wenn uns jetzt jemand entgegen kommt?“ Irgendwie fehlen die Ausweichbuchten, wie sie in unregelmäßigen Abständen bei den meisten Alpenpisten vorhanden sind, um den Gegenverkehr passieren zu lassen. Im Fall der Fälle hieße es, über größere Abschnitte rückwärts fahren. Kein Vergnügen! Aber Gott sei dank ist unserem Konvoi niemand entgegengekommen.

Selbst bei kleinen Auswaschungen wird es einem manchmal etwas mulmig, wenn das Fahrzeug zum tiefen Abgrund neigt. Von außen eher lächerlich.
Einfach nur herrlich.

Auf etwas über 2800 m endet dann die Stichstraße für 4×4 Fahrzeuge.Nach einem kleinen Fußmarsch endet der Pfad am Refugio Carmagnola

Das Gebäude ist eher unspektakulär. Dafür Aussicht auf die umliegende Bergwelt fantastisch.
SONY DSC
Gur versteckt und nur zu Fuß erreichbar

Ist man wieder gut im Tal angelangt, bieten sich auch Ausflüge zur wunderschönen Maira Stura und Varaita Grenzkammstraße an. Das sind zwei weitere Highlights in der Nähe. Allerdings bei der Maira Stura mit kuriosen Öffnung bzw. Sperrzeiten, die ich bis jetzt nicht durchschaut habe. Am Tag unsere Fahrt, stand ein Schild mit den Tagen, an denen die Pässe für motorisierte Fahrzeuge gesperrt sind. Laut diversen Aussagen im Internet, ist die Strecke in der Hauptsaison vom 8.8.-15.9. an Sa, So und Feiertagen und an allen Tagen vom 10.8.-20.8.19 gesperrt.

Auch der Campingplatz in Cuneo bietet sich als Stopp auf der Hin- oder Rückreise an:

Bisalta Camping – Cuneo Camp

Adresse: Via S. Maurizio, 33, 12100 Cuneo CN, Italien

Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Klassiker wie die LGS, (Ligurische Grenzkammstraße / limitierter Einlass pro Tag !), Lac Roterel, Lac du Mont Cenis und viele, viele andere wunderschöne Pisten. Die ausführlichen Beschreibungen findet man in den o. g. Büchern oder Alpenrouten.de. Jetzt heißt es, die Touren nur noch nach seinem persönlichen Zeitrahmen, geographisch sinnvoll zu kombinieren. Und das ist bei den verschiedenen Öffnungszeiten nicht immer so einfach…..

Am Lac du Mont Cenis
Traumhaft: Col de Roterel

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. tobi009 sagt:

    Sehr interessant, spannender Bericht! Da bekommt man richtig Lust drauf die Touren auch zu fahren.

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    1. wohnkabinen sagt:

      Hallo Tobi , schön das es dir gefällt. Wollen wir hoffen, dass wir schon bald wieder unsere Reisen genießen können. Viele Grüße

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  2. Rosalie sagt:

    Danke – sehr schöner Bericht und Bilder, wir waren da auch schon unterwegs, bei bestem Wetter, allerdings noch ohne Wohnkabine, mit Dachzelt auf dem Hilux! Nun würden wir sehr gerne mal in die Pyrenäen

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    1. wohnkabinen sagt:

      Hallo Rosalie,

      schön das es dir gefällt.
      Ja,in den Pyrenäen waren wir im Oktober.Traumhaft!
      Kann ich nur empfehlen.
      Ich hoffe den Bericht hast du gelesen und das zugehörige Video über die Pyrenäen auf meiner Seite gefunden!
      Ich wünsche uns allen,dass wir bald wieder unserem geliebten Hobby nachgehen können.

      Viele Grüße

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