Zubehör: HD-Bergeösen mit Rabattaktion !

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Hast du dich mit deinem Offroader schon mal so richtig festgerammelt? So richtig festgefahren? In meinem Griechenland Bericht habe ich es schon mal beschrieben. Kurz nicht aufgepasst und schon ist es passiert! Eigentlich ziemlich unspektakulär. Aber ohne fremde Hilfe gab es auch nach einer Stunde schaufeln kein weiterkommen. Zutief und weich war der Sand. Also half nur noch ein Traktor und ein Bergegurt.

Hilfe naht und kann meinen Camper nach vorne herausziehen

Oder ich erinnere mich an einen Sonntag morgen, an dem ein Freund mich anrief. Er hat sich in seinem Revier mit seinem Jeep Grand Cherokee festgefahren. Er ist seitlich eine Böschung heruntergerutscht. Das Heck zeigt Richtung Wald und die Schnauze Richtung Waldweg. Also bleibt nur die Flucht nach vorne. Ich krame meinen Bergegurt mit Schäkel raus und sage: „Häng schon mal vorne ein“ Da steht er dann ratlos mit zuckenden Schultern im Wald: „Wo denn?“ Nach einigen suchen, finden wir eine viereckige Plastik Abdeckung gefunden. Dahinter ist ein Gewinde zu sehen. Also muss irgendwo im Fahrzeug ein Bolzen versteckt sein, den man dort eindrehen kann. Also Wildwanne raus, Hundebox raus, Gewehre raus usw. Irgendwo in den Tiefen des Kofferraum ist er dann gefunden. Zu allem Überdruss lässt sich der Gewindebolzen nicht eindrehen, weil das Innengewinde verdreckt,vergammelt und verrostet ist. Na prima! Läuft! Irgendwann lässt er sich doch ein paar Windungen eindrehen. Schon nach dem ersten Zug reißt der Bolzen heraus und jagt Gott sei dank Richtung Wald. Es reicht aber aus, um die Karre aus dem Dreck zu ziehen. Eine lebensgefährliche Aktion! Und für ernsthaftes offroaden nicht praktikabel und umständlich im Handling.

So ähnlich sah auch die Aktion mit dem Jeep Grand Cherokee aus. Fast die gleiche Stelle nur 1 Jahr später.
Das Problem:

Und das ist das Problem der modernen Fahrzeuge: Da bei vielen Geländewagen kein Leiterrahmen mehr verbaut wird, gibt es keine vernünftige Befestigungsmöglichkeit im vorderen Bereich. Und wenn ein Leiterrahmen vorhanden ist , handelt es sich bei den vorderen Befestigungsmöglichkeiten oft um „Spielzeughaken“ Zumindest selten ausreichend, um einen 3,5 to Pickup mit Wohnhaus aus dem Schlamm oder Sand zu ziehen. Dann entstehen wesentlich höhere Kräfte. Denn es geht oftmals nicht um ein einfaches Abschleppen mit rollenden vier Rädern auf der geteerten Straße, sondern um das Fahrzeug aus dem meist tiefen Schlamassel zu ziehen. Manchmal sitzt das Fahrzeug mit der kompletten Bodengruppe auf einer Düne oder im Matsch auf, ohne das die Räder noch großen Kontakt zum Boden haben. Und dann benötigt man ausreichend dimensioniertes Material.

Hier 2010 in Tunesien im Salzsee Chott el Djerid: Eine mehrstündige Bergeaktion mit tief eingesunkenen LKWs
Da hilft nur Power und kräftig dimensioniertes Bergematerial
Und auch beim Anziehen im Sand, entstehen hohe Kräfte um ein 3,5 to Fahrzeug frei zu bekommen. Der Defender thront auf der Düne ohne das die Reifen Kontakt zum Untergrund haben.

Und nicht immer sind die Bergemöglichkeiten im Gelände so gegeben, dass man die Fuhre schön gerade nach vorne ziehen kann.
Beim Ford Ranger sieht die Bergeöse zwar optisch schon mal ganz gut aus . Hat aber 2 entscheidende Nachteile:
1. Sie sitzt viel zu weit hinten
2. Es ist nur eine Öse verbaut worden (In Fahrtrichtung links)
Geht es jetzt um eine Bergung im wilden Gelände, reißt man sich unter Umständen mit dem Gurt die Frontschürze ab oder beschädigt sie. Anscheinend hat man sie nur zum gewöhnlichen Abschleppen im Straßenverkehr konstruiert.

Die Lösung: HD-Bergeösen
Thomas Hecker aus Köln, ein Leser von wohnkabinen.online, hat einen kleinen Bericht über den Einbau von HD-Bergeösen von Rival verfasst. Vielen Dank dafür

Ein Bericht von Thomas Hecker

Mein Name ist Thomas Hecker. Das Projekt von meiner Frau und mir heißt „Mongolei“ und besteht aus einem Ford Ranger und einer zukünftigen Absetzkabine. Ob wir da jemals hinkommen, ist in meinen Augen noch ungewiss. Aber wir fangen einfach mal an mit dem Reisen und arbeiten uns „hoch“. Hier bei Roger auf der Seite hat uns der Bericht über die Fahrt in die Pyrenäen begeistert und das ist wohl unser erstes ferneres Ziel wenn wir, vermutlich im Juni 2020, unsere Kabine aufsatteln können. Viele Dinge wollen geplant und bedacht werden. An vielen Stellen im Web findet man Informationen und nützliche Hinweise von Reisenden, die mir sehr weitergeholfen haben. Da wollte ich mich revanchieren und ein wenig über meine Erfahrungen zum Thema „Bergeösen für den Ford Ranger“ berichten.

Warum Bergeösen ? 

Mit großem Respekt und Interesse verfolge ich zuweilen Berichte über Offroad-Reisen. Auch Fahrten durch Matsch, Geröll und unwegsames Gelände finde ich cool. Gut, der geplante Schmugglerpfad von Andorra nach Spanien ist nicht unbedingt eine Strecke mit besonderen Risiken für einen Ranger, aber blöd wäre es doch wenn man nach einem heftigen Regenguss oder Unwetter da irgendwo stecken bleibt und raus gezogen werden muss. Bei diesen Gedanken kam bei mir die Frage auf: Wo befestigt denn der hilfsbereite Einheimische mit Traktor oder Geländewagen beim Ranger vorne die Schäkel ? Was ist mit der Zugkraft die ein kinetischer Bergegurt oder ein kinetisches Bergeseil entwickeln kann? Wird da der Ranger seiner Schönwetter-Abschleppöse beraubt? Oder gar auseinander gerissen? Ich übertreibe, hoffentlich …  Nach diesen Überlegungen stand für mich fest: “ Stabile Bergeösen wären keine dumme Sache. „

„Du brauchst eine Windenstoßstange“ bekam ich einen Rat. Ja klar, sieht so richtig off-road aus, hat Bergeösen und Ansatzpunkte für einen Hi-Jack Li und eine Winde kann man auch installieren. Passt mit bis zu 3500 € leider nicht ins Budget. Dann habe ich die HD Bergeösen von Rival entdeckt.

Massive Teile: 20 mm Stahl und geeignet für 5000 kg Zugkraft pro Stück (Bild: Thomas Hecker)
Der Lieferumfang ( Bild: Thomas Hecker)

Die Kosten-Nutzen Relation schien mir bei den Bergeösen von Rival sehr stimmig. Der Preis lag für den Ranger unter 250.-€. Auch die prompte Verfügbarkeit hat mich dazu bewegt diese Bergeösen zu bestellen. Vorher wollte ich eigentlich von der DEKRA noch wissen, ob ich die überhaupt anbauen darf. Über den Besuch dort könnte ich noch eine weitere Abhandlung verfassen… Resultat: Ich weiß nicht ob ich die Dinger anbauen darf! Nach der Montage werde ich dann mal sehen ob ich darf oder nicht. 

„Baust Du die selber an?“ wurde ich gefragt. Wenn man elf Jahre am Citroën 2CV (Ente, inklusive Trommelbremse vorne) geschraubt hat, hat man einige Erfahrung gesammelt also sollte das eigentlich kein Problem sein. 

Für den Einbau legte ich mir neben der klar strukturierten Anleitung in Englisch mit guten Fotos meine üblichen Werkzeuge (einen Drehmomentschlüssel und keinen Winkelschleifer) zurecht. Vorab überlegte ich noch: Wie kriege ich den Stoßfänger ab? Was ist mit den Parksensoren? Wie kriege ich den Kühlergrill raus? Auch wenn die Anleitung in der richtigen Reihenfolge ist, die Bilder klar und gut erkennbar sind, gab es hier für mich nicht immer eine genaue Antwort.

Rückseite der Frontschürze: Hier gilt es die Anschlüsse von Nebelscheinwerfer und Parksensoren zu trennen.

Bild: Thomas Hecker
Eine typische Klammer in der Frontschürze. Jetzt heißt es Ruhe bewahren; Am besten gewaltfrei, mit einem dünnen Kunststoffwerkzeug lösen.

Um den Kühlergrill zu entfernen, begann ich die Schrauben los zu drehen und dann mit einem leichtem Knack die unten am Kühler befindlichen Kunststoffklammern zu lösen. Bei diesen Aktionen habe ich immer gleich Puls von 180 und Angst, dass da so eine Klammer abbricht! Um den Stoßfänger zu demontieren, werden die äußeren Halteschrauben in den Radkästen und die vier Plastikstopfen gelöst. Der Rest hängt wieder an Klammern. Also wackeln und ziehen, Puls 180 und, wie könnte es anders kommen, eine Klammer bricht ab. Beim Zusammenbau zeigt sich, dass es auch ohne diese Klammer kein Problem ist, das wäre mir bei einer Fremdmontage durch eine Firma nicht einmal aufgefallen. 

Bild : Thomas Hecker
Ärgerlich: Bei der 1000.-€ teuren Rostschutzvorsorge in einer Fachwerkstatt hat man die Frontpartien völlig ausgespart.
Bild: Thomas Hecker
Jetzt war die Gelegenheit, die sonst unzugänglichen Stellen mit Fluidfilm nach zu arbeiten.
DAB Antenne: Muss man erst mal drauf kommen. Ich hätte es nicht gewusst.
Bild : Rival
Da reißt nichts mehr ab! Direkt vorne, mit mehreren Schrauben am Leiterrahmen befestigt. Das sollte ausreichend sein um das Fahrzeug aus dem größten Schlammassel zu bergen. Laut Hersteller bis 5000 kg Zugkraft pro Seite geeignet!

Der Rest läuft nach Plan. Die Bergeösen sind endlich angebracht! Jetzt heißt es, hurtig alles wieder zusammenzubauen, allerdings passte plötzlich der Querholm nicht mehr. Die passende Seite der Anleitung zum Einbau fand ich auch nicht… Ich muss jetzt wohl auf jeder Seite ein Stück Blech herausschneiden! 

Es stellte sich bei genauerem Betrachten heraus, dass ich, um den Querholm passend zu machen, Aussparungen heraussägen muss. Vielleicht wäre jetzt der in der Anleitung erwähnte Winkelschleifer doch keine so üble Idee. Der Querholm wurde mit dem Elektrofuchsschwanz und dem Metallsägeblatt passend gemacht. Mit Erfolg! 

Die Schnittstellen müssen wieder konserviert werden.
Bild: Thomas Hecker
Sieht alles schlimmer aus wie es ist: Alle Teile sind im Prinzip nur geklippt oder mit wenigen Schrauben befestigt. Nur den eingezeichneten Querholm gilt es an den Enden etwas auszuklinken. Insgesamt hat Thomas 4 gemütliche Stunden gebraucht. Wenn man sich beeilt und so etwas ähnliches schon mal gemacht hat, wird es auch in wesentlich kürzerer Zeit zu schaffen sein.

Nun zum Abschluss: Die Sägeflächen habe ich mit Rostschutzlack gestrichen, noch einmal nachgewachst und alles wieder zusammengebaut Jetzt ergab sich nur ein Problem mit der Kunststoffschürze (Spoiler) die auch schon bei der Verwendung der serienmäßigen Abschleppöse im Weg gewesen wäre. Kommt sie wieder dran oder lässt man sie einfach weg? Da sie mit acht Schrauben befestigt ist habe ich sie nach erneutem Einsatz der Säge passend gemacht und wieder angeschraubt. Dann ist es endlich vollbracht. 

Fazit: Ich kenne den Ranger nun viel besser und weiß wo z.B. der Fühler für die Kühlwassertemperatur, die DAB Antenne sitzt und dass bei der 1000 € Hohlraumversiegelung hinter dem Kühlergrill befindliche Bereiche offensichtlich Tabuzonen waren. Nachträglich habe ich mit einer Dose Fluidfilm nun auch die Tabuzonen behandelt. 

Die Bergeösen von Rival passen sehr gut an den Rahmen und werden den Ranger mit Absetzkabine sicher halten. Die Einbauanleitung ist sehr gut bis auf die Tatsache, dass man das Herausschneiden von Aussparungen nicht erwähnt hat. Vielleicht im Modelljahrgang vor 2018 nicht notwendig ? 

Jetzt bleibt noch abzuwarten ob der TÜV meine Begeisterung für die Bergeösen teilt. Viele Grüße aus Köln Thomas Hecker

Bild: Rival
Etwas weiter hinten sieht man die original Bergeöse.
Ab jetzt geht es etwas entspannter ins Gelände, denn eine Bergung nach vorne ist nun auch unter widrigen Umständen jederzeit möglich.

Hier gibt es die englische, bebilderte Anbauanleitung von Rival zum Anschauen und Download:

Zur Zeit sind die HD Bergeösen für folgende Pickups lieferbar:

  • Ford Ranger
  • Isuzu D-Max
  • Nissan Navara
  • VW Amarok

Lieferdetails für die einzelnen Fahrzeugmodelle und Baujahre erfährt man direkt auf der Homepage von RIVAL

Rival steht für hochwertige Anbauteile zum Schutz von Offroadern.

Und das Beste kommt zum Schluss: 5 % Rabatt auf die Bergeösen und auf alle anderen Artikel von Rival!

Thomas Hansen ist der Geschäftsführer von Rival, und vertreibt die oben genannten HD- Bergeösen und viele andere Anbauteile, die das Fahrzeug vor äußeren, mechanischen Einflüssen schützen. Unterfahrschutze, Seitenschweller, Massive Front- und Heckstoßstangen und, und, und…stehen bei Rival auf dem Programm. Thomas hat eine eindeutige Meinung zum Thema Bergen:

Ein Fahrzeug mit schwerer Wohnkabine ist ohne die Bergeösen nach vorne quasi nicht zu bergen und es ist wichtig den Leuten mitzuteilen, welche ernsten Schwierigkeiten sich aus der Bergung über die Abschleppöse ergeben können. Jeder der sich in schweres Gelände begibt, sollte sich darüber im klarem sein, dass er an seinem Fahrzeug kaum noch Befestigungsmöglichkeiten für ein Bergungsseil findet, wenn es erst einmal bis zur Stoßstange im Schlamm oder Wasser steckt. Die RIVAL-Schleppösen aus 20mm Stahl sind mit bis 5000 kg belastbar und groß genug gefertigt, um sie auch noch blind unter Wasser finden zu können. Das Gleiche gilt für Unterfahrschutz: Erst wenn man mit seinem Mobil irgendwo fernab der Zivilisation mit einem abgerissenen Abgassensor oder einem Loch im AdBlue-Tank aus Plastik stehengeblieben ist und das Fahrzeug sich zur Weiterfahrt nicht mehr bewegen lässt, fangen viele erst an, sich Gedanken zu machen…

Exclusiv für alle Leser von wohnkabinen.online gewährt Thomas Hansen im Zeitraum vom 01.04.2020 bis zum 30.04.2020 einen Sonderrabatt von 5 %. auf alle Produkte von Rival ! Wichtig ! Bei der Bestellung im Webshop (www.rezet-automotive.com) muss an der „Kasse“ das Codewort : „Fernweh“ angegeben werden. Vielen Dank dafür!

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