Es war knapp. Sehr knapp! Bis Freitagabend habe ich noch an meiner neuen Kabine gewerkelt. Samstag sollte es losgehen. Die Abfahrt zu unserer ersten Ausfahrt in die Pyrenäen mussten wir um einen Tag verschieben. Denn jetzt hieß es erst einmal groß reine machen und das Fahrzeug laden. So beginnt die erste Reise mit unserem neuen Pickup Camper erst am Sonntag. Egal! Mit einem breiten Grinsen im Gesicht, geht es nach einem Jahr Bauzeit endlich los Richtung Süden.
Der grobe Plan ist, zuerst eine besondere Höhle in Frankreich anzuschauen, dann nach Andorra, wo die bekannte Schmugglerroute beginnt. Von dort aus eine Woche Offroad Richtung Osten bis an die Küste, um dort ein paar ruhige und sonnige Tage zu verbringen. Zwischendurch gilt es aber ein paar Abstecher ins Hinterland zu unternehmen. Carcassonne und Minerve sind eingeplant. Und von dort langsam wieder Richtung Heimat zu tingeln. So der Plan. Eine Rundtour von Deutschland nach Luxemburg, Andorra, Spanien, Frankreich und wieder nach Deutschland.
Gäbe es die letzte Minute nicht,
Mark Twain
so würde niemals etwas fertig.

Gouffre de Padirac / Der Schlund von Padirac
Irgendwo im Netz habe ich mal ein Bild von einem riesigen Krater in Frankreich gesehen. Den wollte ich mir immer mal anschauen, dummerweise liegt er mitten in Frankreich. Fast nie auf der Route, wenn man in den Süden will. Doch diesmal soll unsere erste Station Andorra sein. Also eine passende Gelegenheit, einen kleinen Schlenker einzuplanen und uns die Höhle endlich einmal anzusehen.

Der Gouffre de Padirac liegt ca. 50 km südlich von Brive-la-Gaillarde.
Das Höhlensystem entstand durch einen unterirdischen Fluss, der sich mehr als 100 m tief in den verkarsteten Kalkstein eingegraben hat. In dieser Flusshöhle brach ein hoher, kuppelförmiger Hohlraum ein und es bildete sich ein kreisförmiges Loch mit 33 m Durchmesser und senkrechten 75 m tiefen Wänden. Entweder nimmt man die unzähligen kleinen Stufen, die nach unten führen oder nutzt (teilweise) einen Fahrstuhl.

Kommt man im unteren Teil des Kraters an, hat man einen fantastischen Ausblick, an dem man sich nicht sattsehen kann.

Überall an den Wänden hat sich eine üppige Vegetation gebildet und bildet einen krassen Kontrast zu den Felsen. Es ist unmöglich, diese besondere Stimmung mit der Kamera festzuhalten.

Aber damit nicht genug. Vom unteren Krater geht es weiter zu Fuß in ein Tropfsteinhöhlen-Labyrinth. Irgendwann ist der Fußweg zu Ende und man wird mit kleinen Booten weitergefahren.

Nach einem Rundgang durch die große und wunderschöne Tropfsteinhöhle geht man wieder zur unterirdischen Bootanlegestelle und kehrt zum Schlund von Padirac zurück. Dann heißt es wieder die unzähligen Treppen nach oben zu steigen.

Der Gouffre de Padirac ist ein tolles Erlebnis, gerade auch unglaublich spannend für Kinder. Ein echtes Abenteuer.
Dazu noch drei Tipps:
- Karten online vorab kaufen! Es werden immer nur kleine Gruppen eingelassen und man bekommt einen Timeslot. Kauft man die Karten erst vor Ort, ist es mit Wartezeiten verbunden.
- Das Wochenende vermeiden.
- Früh bei den ersten Besuchern sein, wenn möglich die ersten Slots buchen

Andorra
Über Toulouse geht es für uns weiter nach Andorra. Warum Andorra? Von dort werden wir uns Richtung Osten auf Offroad-Pfaden bis zum Meer bewegen. Den westlichen Teil der Pyrenäen (von Andorra aus gesehen) habe ich schon auf vorherigen Touren bereist. Siehe auch „Reise in die Pyrenäen“ und den dazugehörigen Film auf meinem Youtube Kanal. In Andorra beginnt die bekannte Schmugglerroute. Eine wunderschöne Route über die grüne Grenze nach Spanien.
Andorra ist ein kleines, unabhängiges Fürstentum, das zwischen Frankreich und Spanien in den Pyrenäen, in einer herrlichen Bergwelt liegt. Es hat einen Ruf als Skidestination und Steueroase, wo es in einer die Möglichkeit gibt, zollfrei einzukaufen. Der größte Ort heißt Andorra la Vella.
Achtung: Telefonieren und Datenvolumen des Handys kosten dort richtig Geld, weil es kein Abkommen mit den üblichen Providern gibt. Wer also mit einer Online-Navigitation unterwegs ist (Google Maps) sollte das beachten und sich bei seinem Provider über spezielle Tarife erkundigen!
Wir sind zu früh! (Mitte Mai)
Die angesteuerten Campingplätze bei Andorra sind leider alle geschlossen, wie so vieles zu der Jahreszeit. Im Randgebiet von Andorra la Vella hat man Mühe Abends überhaupt was zu Essen zu bekommen. Alles noch im Winterschlaf. Beim nächsten geschlossen Campingplatz, den wir anfahren, treffen wir zufällig auf einen Deutschen, der in Spanien lebt und in Andorra arbeitet. Wir erklären ihm unser Problem, denn frei stehen ist im eng bebauten Andorra fast unmöglich. Er bittet uns einen Moment zu warten und verschwindet im Gebäude. Was wir nicht wissen: Wir stehen vor dem Haus von Mosse Ramon. Ein stadtbekannter 80-jähriger katholischer Priester, der in Andorra seit Jahrzehnten ein Ferienlager unterhält. Die Eltern und Großeltern der heutigen Kinder waren schon in seiner Obhut. Eine Berühmtheit in Andorra. Er heißt uns herzlich willkommen und wir dürfen vor seinem Haus nächtigen. Das nenne ich Gastfreundschaft!

In Andorra haben wir die Möglichkeit, die Kabine auf Wintertauglichkeit zu testen. Es schneit. Eigentlich hatte ich ja Sonne gebucht.
Ein Bummel durch die Stadt „Andorra la Vella“ ist ganz nett zum Shoppen, aber dann reicht es uns auch schon.
Die Schmuggleroute
Ich fahre sie jetzt zum dritten Mal und würde sie auch ein viertes Mal befahren. Eine Piste durch eine herrliche Bergwelt, ohne größere Ansprüche ans Material.

Eine Beschreibung dieser Route, mit GPX Daten, findet man auf der Seite, der „Pistenkuh“ (Sabine und Burkhard Koch). Außerdem haben sie einen tollen Reiseführer mit vielen Offroad Strecken in den Pyrenäen herausgebracht.





Geländetest
Sobald das Gelände etwas gröber wird, teste ich den Ranger mit neuer Wohnkabine. Ich will wissen, was geht und ob alles hält und die Möbel am Platz bleiben. Ich provoziere; was das Gelände hergibt und bin begeistert. Jede Stunde kontrolliere ich den Hilfsrahmen und Möbel. Alles hält so wie ich es mir erhofft habe. Es ist eine Alkovenkabine geworden, mit der man es auch mal krachen lassen kann, wenn es sein muss. So habe ich es mir gewünscht.

Ich glaube, es gibt auf der Welt nirgends so eine Tankstelldichte wie in Andorra. Und das im Vergleich zum restlichen Europa zu einem Spotpreis (Zollfrei). Aber so bald man die grüne Grenze nach Spanien überquert hat, wird das Tankstellennetz recht dünn und man muss vorausschauend planen.

Das Pyrenäen Gebirge ist für Freisteher in den Tälern nicht optimal. Zumindest im westlichen Teil von Andorra aus gesehen. Alles ist eng, felsig und steil. Jeder Quadratmeter Boden, der Möglichkeiten für Landwirtschaft bietet, ist bereits bepflanzt und eingezäunt. Viele Wege sind mit Ketten abgesperrt und befinden sich in Privatbesitz. Besonders in den Tälern nahe den Dörfern ist die Suche nach einem geeigneten Platz eine Herausforderung. Es ist schwierig, einen schönen, unauffälligen Ort für die Übernachtung zu finden. Sobald man jedoch etwas abseits der Straßen fährt, findet man geeignete Möglichkeiten. Man muss sie suchen, aber bedenken, dass Wild campen verboten ist. Gerade in den Nationalparks! Wir haben uns immer so weit abseits aufgehalten, dass wir niemanden getroffen und gestört haben. Im Moment sind nur wenige Touristen und Wanderer unterwegs und Campingplätze und Restaurants geöffnet. Wir haben in drei Tagen nur einen Bauern getroffen. Das wird sich in wenigen Wochen ändern, wenn die Ferienzeit beginnt.

Camping Noguera Pallaresa
Ein toller Platz, direkt am Fluss. Eigentlich eine große Wiese mit vielen Bäumen, wo man sich hinstellen darf, wo man will. Insgesamt 4 Gäste auf dem riesigen Areal. Also im Prinzip frei stehen….
Sanitäre Anlagen: Na ja, … die haben schon bessere Zeiten erlebt. Ansonsten eine absolute Empfehlung. Hier hätten wir noch ein paar Tage verweilen können. Aber die Offroad Pisten rufen …
Der Link zum Camping Noguera Pallaresa


Transpyrenäen
Einige Routen habe ich aus dem Reiseführer von MDMot von Martin und Dana übernommen. Es gibt in ihrem Shop das Buch „Transpyrenäen“ mit fast 1000 km Pisten vom Mittelmeer zum Atlantik.
Wir fahren die Routen nur anders herum wie im Buch angegeben.
Das Buch findest du hier: MD- Mot








Die Zeit steht still in den Pyrenäen
In Ossora besuchen wir einen Kräuterladen und ein „Fachgeschäft“ mit Marmelade. Mehr Geschäfte gibt es hier auch nicht. Um in die „Geschäfte“ zu kommen, muss man klingeln und ein paar Momente später öffnet sich die Türe. Eine ältere Dame bedient uns freundlich. Mit meinem schlechten Englisch, einem bisschen Spanisch, Französisch und Zeichensprache kaufen wir selbstgemachte Marmelade in leckeren Mischungen ein. Zum Beispiel Erdbeere mit Schokolade.



Es kommen mir Gedanken um die Zukunft dieser Dörfer auf. Wovon lebt man hier? Fast alle Dörfer die wir durchqueren, wirken wie ausgestorben. Nicht umsonst findet man in den Pyrenäen jede Menge „Lost Places“. Verlassene Häuser und Dörfer. In der Zeit unseres Aufenthaltes in Ossora bewegt sich nichts – gar nichts. Kein Auto, keine Wanderer, keine Fahrradfahrer. Ich hoffe, dass es zum Saisonstart anders wird.


Und so tingeln wir weiter ohne Zeitdruck über die herrlichen Schotterpisten durch die Bergwelt der Pyrenäen
Schildkröten können mehr über den Weg erzählen als Hasen.

Wir finden einen tollen Platz mitten in den Bergen auf 1800 Höhenmeter. Vor und hinter uns liegen etliche Kilometer zum nächsten Ort. Auch das sollte man nicht vergessen und unterschätzen, wenn man alleine unterwegs ist. Benötigt man einmal Hilfe, sind die Wege weit und die Hilfe umständlich. Der ADAC ist nicht um die Ecke.
Wir sind ein paar Tage völlig autark. Die Kildwick-Toilette (MiniLoo), die ich in die Wohnkabine eingebaut und an die Abluft angeschlossen habe, ist genial. Nichts, aber auch gar nichts ist im Inneren zu riechen.
Die Standheizung von Autotherm/ Tigerexped funktioniert auch in der Höhe (getestet habe bis 2300 m) ohne zu murren. Und mein ausgedachtes Duschkonzept funktioniert prima.





Richtung küste
Auch wenn es auf den Bildern nicht danach aussieht. Es wird bitterkalt und es beginnt zu schneien. So haben wir die Möglichkeit, die Kabine einem weiteren Wintertest zu unterziehen. Wir machen uns auf den Weg Richtung Süden. Solange, bis die Sonne scheint. Hier wollen wir noch ein paar Tage am Meer verbringen.

In Gosol, einem kleinen Bergdorf kaufen wir Käse, Salami und Brot: Sehr zu empfehlen. Hier ist die Einzelhandelswelt noch wie früher bei uns. Der Bäcker verkauft sein Brot und der Metzger sein Fleisch. Den Rest zum Leben gibt es am Markt. Weit und breit keine Supermarktkette, die dieses System gefährdet.
Campingplatz Miramar / Tarragona
Wir finden die Sonne in Tarragona.
Auch an der Küste ist das Wetter seit Wochen nicht so, wie man sich das in Spanien im Mai vorstellt. Aber auch aus anderen Regionen rund um das Mittelmeer hört man seit Wochen nur schlechte Wetterberichte, zum Teil mit extremen Wetterlagen. (Italien).
Es weht ein frischer Wind und abends zieht es einen schnell in die gemütliche Kabine,
die vor Sturm und Regen schützt.
Für die Dachzeltfahrer auf der anderen Seite des Stellplatzes tut es mir etwas leid…

Die Koordinaten vom Campingplatz findest du hier: Google Maps

Über die Campingplätze an der spanischen Küste muss man nicht viele Worte verlieren. Es gibt unzählige. Viele werden von deutschen und holländischen Vans und Reisemobilen angefahren. Selbst jetzt im Mai ist der erste angefahrene Platz Marmaris in der Nähe von Tarragona fast schon ausgebucht. Es ist aber auch ein sehr kleiner und sehr ruhiger Platz. Wir bekommen den vorletzten Stellplatz. Also für die Zukunft wäre Vorbuchen keine schlechte Idee. Ob wohl es mir bei unserer Art des Reisens widerstrebt. Wenn man Platzwünsche hat, muss man es wohl. Frei stehen, ist wegen der extremen Küstenbebauung kaum möglich. Es macht zumindest nicht so viel Spaß. Und betonierte und geteerte Stellplätze sind nicht so unser Ding.


Die begrenzte Urlaubszeit rückt vorran und wir bewegen uns wieder gemütlich Richtung Norden.
Camping Laguna bei Roses
Links die riesengroße Urbanisation. Davor unten links der Campingplatz auf der anderen Flussseite. Rechts oben die Stadt Roses
Ein großer Platz, wenn man Glück hat, bzw. vorreserviert, bekommt man eine erste Lage mit Meerblick. Ich bekomme an der Rezeption mit, wie einige der Gäste schon wieder für nächstes Jahr reservieren.
Trotz der Größe strahlt der Platz eine angenehme Ruhe aus. Er ist auch nur zu geschätzten 60 -70 Prozent belegt. So passt der Abstand zum Nachbar. In Kürze wird das anders werden.


In unmittelbarer Nähe befindet sich die Urbanisation Emboriabrava. Eine seit 1964 künstliche erbaute Lagunenstadt mit teils schönen und teils weniger schönen Abschnitten. Eine Mischung aus einem modernen Venedig und Berlin Gropiusstadt. So richtig weiß ich nicht, was ich davon halten soll.

Viel schöner ist die Stadt Roses, die in wenigen Kilometer vom Campingplatz aus zu erreichen ist.
Ein schönes Hafenstädtchen zum Shoppen, Essengehen und Bummeln.



Carcasonne
Dann folgt ein Kontrastprogramm. Wir machen einen Abstecher von der Küste zur Mittelalterstadt Carcassonne. Vor ein paar Jahren war ich schon bereits einmal dort. Hier wird jeder Quadratzentimeter touristisch vermarktet. Egal, es macht Spaß durch die engen Gassen zu schlendern und eine „Cassoulet porc“ zu essen. (Bohneneintopf! Sehr zu empfehlen)

Die Cité de Carcassonne auf dem rechten Ufer der Aude gehört seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie ist mit 4 Millionen Besuchern pro Jahr die touristische Hauptattraktion der Stadt und eines der am häufigsten besuchten Reiseziele Frankreichs.Die mittelalterliche Festungsanlage ist von ihrer Größe und ihrem Erhaltungszustand her einzigartig in Europa. Die noch bewohnte Cité wird von einem doppelten Mauerring umschlossen. Hauptgebäude im Innern sind eine Burg (Château comtal) und eine Kirche (Basilique Saint-Nazaire). (Quelle Wikipedia)







Minerve
Wir wollen Minerve besuchen und fahren durch herrliche Weinberge. Dort finden wir einen Bauernhof mit Zeltwiese für 15 € die Nacht. Die Landschaft erinnert uns optisch stark an das Siegerland. Unsere Heimat. Allerdings ist der Campingplatz bzw. die Wiese, auf der wir stehen dürfen, ist nicht unbedingt eine Erwähnung wert.


Schon nach 20 Minuten erreichen wir am nächsten Morgen den Ort Minerve. Der ausgewiesene Parkplatz iritiert zuerst etwas. Man glaubt, man muss kilometerweit zum Ort laufen. Dem ist aber nicht so, das täuscht. Einfach den ausgewiesenen Parkplatzschilder folgen.

Minerve – Der mittelalterliche Ort wurde auf einem Felsen errichtet, der sich zwischen den Flüssen Briant und Cesse erstreckt. Er ist ausschließlich durch eine kleine Brücke und einen Felsgrat mit der umliegenden Hochebene, den Causses, verbunden. Minerve ist heute ein bekannter Ausflugsort inmitten von Weinbergen – dem Minervois. Die beeindruckende Landschaft zieht auch viele Höhlenforscher an. Das Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Haut-Languedoc. Das Dorf liegt rund 280 Meter über dem Meer. (nach Wikipedia)









Die letzten Tage wollen wir wieder am Meer verbringen. Es geht wieder Richtung Küste.

Camping Beauséjour
Hier bleiben wir noch zwei Tage und genießen die letzten Tage am Meer. Der Campingplatz ist o.k. und verfügt über einen schönen Strand. Vorsicht : Etwas weiter nördlich gibt es einen gleichlautenden Platz, der uns überhaupt nicht gefallen hat. Den sind wir irrtümlich zuerst angefahren.
Camping Beauséjour (Google Maps)


Chalon-sur-Saone / Camping du Pont de Bourgogne
Zum Schluss noch ein Tipp für die An- und Abreise als Zwischenstation. Diesen Campingplatz haben wir zufällig gefunden. Da unser zuerst anvisierter Platz wegen Überfüllung geschlossen hatte (es ist mittlerweile Pfingstfreitag!) muss ein Plan B herbei. Wir googeln einfach was aus und sind völlig überrascht, was wir für einen tollen Platz gefunden haben.
Nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen: Im hinteren Bereich ist eine große Wiese direkt am Fluss, wo man „frei“ stehen kann.
Google Maps : Camping du Pont de Bourgogne
Das Beste: Fußläufig kann man über eine Brücke eine Insel erreichen, auf der sich eine „Fressgasse“ mit vielen internationalen Restaurants befindet. So wurde aus einer Notlösung ein echter Geheimtipp und ein wunderschöner Abend in der Altstadt von Chalon-sur-Saone



Hi Roger,
schöner kleiner Reisebericht, wir werden tatsächlich zwei eurer Ziele bei unserer eigenen Reise nach Spanien ansteuern, sofern das Wetter mitspielt. Das dürfte für den Schmugglerpfad wichtiger sein als für den „Schlund“ von Padirac. Dazu die Frage: Unsere Tischerbox 200 trägt ja nicht viel mehr auf als eure neue Kabine, ist vielleicht sogar kürzer. Kleiner Nachteil: sie sitzt direkt in der Pritsche. Allerdings halten die von euch verstärkten Zurrpunkte hinten bombenfest (dies als kurze Rückmeldung – gut gemacht!). Das reisefertige Gewicht liegt bei etwa 540 Kg ohne Proviant und sonstiges Geraffel. Meinst du, wir schaffen damit die Schotterabfahrt nach Tor?
Und noch eine Frage: Nach dieser Reise in die Pyrenäen – wie ist deine Einschätzung zum Unterschied FWK zur Eigenbaukabine? Da die Basis ja dieselbe ist, hast du bestimmt gemerkt, ob sich die Performance verändert hat? Würde mich interessieren.
Schöne Grüße aus dem WW, Detlef
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Hallo Detlef, schön das es dir gefällt. Auf Padirac könnt ihr euch freuen. Ich fand es super. Bei schönem Wetter wird die Schmugglerroute ein Traum. Der Weg ist Offroad-Technisch kein Problem. Das geht auch mit einem 3er-BMW :-) Da braucht ihr euch keine Gedanken zu machen. Einfach losfahren und genießen.
Obwohl die neue Kabine ja wuchtiger ist, lässt sie sich super fahren. Ich habe mir auch viel Gedanken bei der Planung der Gewichtsverteilung gemacht. Gefühlt habe ich einen besseren Schwerpunkt als bei der FWK. Die Hülle der Kabine wiegt ja nur 340 KG. Alles, was Gewicht hat, liegt vor und auf der Hinterachse. Nur der Luftwiderstand hat sich etwas zum Negativen geändert. Durch die größeren Abmessungen ist sie natürlich Windanfälliger. Aber die sonstigen Fahreigenschaften haben sich subjektiv sogar verbessert. Durch das Ironman Fahrwerk hängt sie auch nicht hinten runter, sondern steht absolut gerade. Das Raumgefühl im Innenraum ist der Hammer. Wir haben da schon gemütlich mit 5 Mann drin gesessen. Man glaubt dann gar nicht, dass man sich auf einem kleinen Pickup befindet.
Viel Spaß in den Pyrenäen.
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Hi
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2. Versuch:
Hi Roger,
kurze Rückmeldung nur, dass wir den Schmugglerpfad geschafft haben, und das einmal runter bei schönem Wetter, und einmal rauf bei Regen und tiefhängenden Wolken. Letzteres hatte etwas Gespenstisches, das gut in die Berge passte. Und dann wurden wir tatsächlich noch von einem katalanischen Fernsehteam interviewt, die gerade einen Kurzbericht über die anstehende Wintersperre machten, und ob wir das gut fänden. Sehr lustig, und die Strecke ist es auf jeden Fall wert. Unsere PU-Kombi hatte übrigens keine Probleme, wie du schon sagtest. Den Schlund von Padirac holen wir nächstes Jahr nach, das passte zeitlich nicht mehr.
VG aus dem Westerwald, Detlef
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Hallo Detlef, das freut mich das es euch gefallen und alles geklappt hat. Ich bin am Überlegen, nächstes Jahr wieder einen Abstecher in die Pyrenäen zu machen – und wieder am Meer ausklingen lassen. Das war eine schöne Kombi.
Viele Grüße
Roger
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