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Endlich, es ist geschafft! Darauf haben viele Wohnkabinenfahrer gewartet. Eine Auflastung auf 3,5 Tonnen zGG. in Verbindung mit einem Blattfederfahrwerk.
Genesis-Import hat jetzt die Lösung! Damit verliert die nächste Urlaubsfahrt ihren Schrecken. Die Nutzlast des Fahrzeugs wird um 300 kg kräftig erhöht und man fährt nun völlig entspannt auf Tour. In meinem Fall (Ford Ranger Bj.2016 mit Constant Load Ironman Fahrwerk) wird die Traglast der Hinterachse von 1850 kg auf 2150 kg verändert.
Da ist das Ding!

Diesen Bericht in ausführlicher und aktualisierter Form, findest du auch im großen Ratgeber: „Die Welt der Pickup-Camper“
Das Problem
Viele, oder ich würde bald schon behaupten, die meisten Pickups mit großer Wohnkabine, fahren im Grenzbereich des Erlaubten. Das Reisegepäck und die Wohnkabine bringen die Pickups im zulässigen Gesamt-Gewicht an ihr Limit. Beim Ford Ranger zum Beispiel, ist bei 3,2 Tonnen zGG schluss. Belädt man sein Auto darüber hinaus, bewegt man sich rechtlich auf dünnem Eis und kommt man in eine Kontrolle oder verursacht einen Unfall, kann es teuer werden. Und natürlich leidet die Fahrsicherheit bei einer Überladung des Fahrzeugs immens. Ich habe bereits in mehreren Berichten, das Thema angeschnitten und erklärt:
Die Evolutionsstufen der Pickup Camper – Eine Übersicht
Finde das optimale Basisfahrzeug für deinen Pickup-Camper
Oder siehe auch meinen Bericht im Pickup Camper Magazin 01/2023 (Seite 15 -21)

Zum Glück habe ich mir schon vor ein paar Jahren ein Ironman Fahrwerk bei der PWS Offroad GmbH in Neunkirchen einbauen lassen.
Siehe hier: Das neue Fahrwerk

Durch das neue Ironman-Fahrwerk ergab sich, trotz meiner 550 kg schweren Fernweh-Kabine auf der Ladefläche, eine wesentliche bessere Performance und Sicherheit im Gelände und auch auf der Straße. Und das mit einer ABE. (Allgemeinen Betriebserlaubnis). Das heißt, ich brauchte noch nicht mal zur Vorstellung des veränderten Fahrwerks zum TÜV oder DEKRA. Das war bisher ein Alleinstellungsmerkmal für die Ironman Fahrwerke.
Es geht nicht darum was das Fahrzeug theoretisch könnte, sondern um die Gewichtsangaben in den Fahrzeugpapieren!
Aber rein rechtlich habe ich mich oft im Grenzbereich bewegt. Weil ich reisefertig die erlaubten 3,2 Tonnen Grenze des Ford Rangers gestreift habe. Das neue Fahrwerk hat mich nicht berechtigt, über die 3,2 Tonnen Gesamtgewicht zu laden.
Und überladen heißt nicht nur das Gesamtgewicht zu überschreiten, sondern auch das zulässige Gewicht der Hinterachse. Gerade bei Wohnkabinenfahrer ein Problem. Denn das Hauptgewicht befindet sich nun mal hinten. Bei einer Kontrolle wird oft Achsweise gewogen. Deshalb unbedingt auch diese Angabe (Feld 7.1 / 1850 kg) beachten!
Wer sich noch näher mit dem Thema Achslasten auseinandersetzen möchte, findet bei dem Verlag für Rechtsjournalismus aus Berlin einen aktualisierten Ratgeber-Artikel unter: Bussgeld-info.de mit vielen wichtigen Informationen.

Ein oft gemachter Denkfehler: Ein extra verbautes Schwerlastfahrwerk berechtigt nicht automatisch auch mehr Gewicht zu laden!
Wenn die Werte in den Fahrzeugpapieren des Pickups nicht ausreichen, um die ausgesuchte Wunschkabine zu tragen, gibt es für manche Fahrzeuge den Weg der Auflastung.
Mit einer Auflastung kann man rechtlich das zulässige Gesamt-Gewicht des Pickups erhöhen.

Unter Auflastung versteht man die Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts mit gleichbleibendem Leergewicht bei Fahrzeugen nach deren Zulassung.
Wikipedia
Mit der eingetragenen Auflastung sichert man sich also rechtlich ab, ein höheres Gewicht zu tragen. Im Falle des Rangers anstelle 3,2 jetzt 3,5 Tonnen. Also 300 Kilo mehr Zuladung, die ich ab jetzt offiziel mehr mitführen darf. Man benötigt dazu ein entsprechendes Gutachten zur Eintragung, bei der zuständigen Behörde. Denn den rechtlichen Segen bekommt man erst mit einem Eintrag in die Fahrzeugpapiere. Und dafür benötigt man das Gutachten.
Aber wie funktioniert eine Auflastung?
Dieses war bis jetzt nur recht aufwändig mit einem Luftfederfahrwerk oder Zusatzfedersystemen erhältlich. Selten auch mit einem Blattfederfahrwerk (bisher war mir nur EFS bekannt). Egal für welches System man sich entschieden hat: Wichtig ist das Gutachten, das bestätigt, dass der Eintragung einer Auflastung für ein bestimmtes Fahrzeug nichts mehr im Wege steht. Ohne ein Gutachten hat man normalerweise keine Chance eine Auflastung mit einem Blattfederfahrwerk eingetragen zu bekommen. Das macht kein Prüfer auf Zuruf und ohne entsprechende Dokumente.
Die Eintragung in den Fahrzeugpapieren ist der Nachweis, dass die Achslast mit einem Ironman4x4-Fahrwerk erhöht werden kann und das Fahrzeug ein neues Gesamt-Gewicht von 3,5 Tonnen aushält.
Diese Gutachten zu erstellen, kosten die Hersteller bzw. Händler, die so etwas beantragen, viel Geld, Zeit und Nerven. Das bedeutet immer ein großes Investment und auch Risiko. Deshalb ist es auch erklärbar, warum man sich erst einmal in der Regel auf weit verbreitete Fahrzeugmodelle konzentriert. So ist die Chance, dass das investierte Geld für die Erstellung des Gutachtens über die Verkäufe zurückfließt. Nicht nur in diesem Fall, sondern auch bei Felgen, Ansaugschnorchel und sonstigen Anbauteilen. Das Teure ist nicht immer das Produkt, sondern die Erstellung des Gutachtens, Teilegutachten, Festigkeitsgutachten oder ABE. Das erklärt, warum die Auflastung momentan nur für Ford Ranger und Toyota Hilux erhältlich ist. Weitere Modelle sollen aber folgen.

Ab sofort bei Genesis Import und Handelspartner erhältlich
Genesis-Import hat es jetzt geschafft, für den Ford Ranger (PX II und PX III) und dem neuen Toyota Hilux ein Gutachten für eine Auflastung ihrer Ironman Fahrwerke zu bekommen. Wenn überhaupt sind Auflastungen bisher nur in Verbindung mit den härtesten erhältlichen Blatt- und Spiralfedern möglich – Ironman4x4 Fahrwerke können aber bereits ab der Performance-Variante für eine Auflastung genutzt werden. Dies bedeutet, dass auch Fahrzeuge mit einer nominell komfortableren Feder schon in den Genuss der 3,5 Tonnen-Zulassung kommen können. (Ironman bietet je nach Modell und Wunschzuladung die Stufen : Comfort, Performance, Extra Constant Load und Constant Load an)

Wenn das Fahrzeug die schwereren Lasten tragen soll, müssen es natürlich auch die Reifen und die Felgen können.
Also müssen die Felgen und die Traglast der Reifen entsprechend dimensioniert sein. Alles muss auf die angestrebte zulässige Gesamtmasse abgestimmt sein!

Lastet man einen Ford Ranger von 3,2 auf 3,5 Tonnen auf, wird die Traglast der Hinterachse von 1850 kg auf ca. 2150 kg erhöht. Das heißt, die verwendete Felge und der Reifen müssen mindestens, 1075 kg tragen können. Diese Angaben steht im Gutachten / ABE der Felge. Bei Serienfelgen fehlt oft diese Information und man muss den Hersteller des Fahrzeugs kontaktieren. Der Lastenindex (auch Tragfähigkeitsindex, Lastindex, Loadindex oder Traglastzahl genannt) steht auf dem Reifen.
Findet man dort zum Beispiel eine 112, darf der Reifen nach Tabelle1120 kg tragen und wäre für die Auflastung, zumindest für die Tragfähigkeit geeignet. Denn der Geschwindigkeitsindex muss natürlich auch passen und die Reifengröße muss ja sowieso für das Fahrzeug freigegeben sein.

Sonderlösung bei Genesis-Import
Laut Aussage von Genesis – Import gibt es in diesem Fall aber eine wichtige Sonderlösung:
Durch die zusätzliche Festigkeitsprüfung dürfen die Kunden bei dem Ironman4x4-Auffassungs-Gutachten nach wie vor ihre Original-Felgen weiterfahren, da diese Bestandteil der Tests waren und diesen Test bestanden haben. Lediglich die Bereifung muss mindestens einen Load-Index von 111 aufweisen, was oft bei der Serienbereifung der Fall ist. Hier können viele Kosten eingespart werden. Die Original-Felgen (Ford Ranger & Toyota Hilux), sind also Bestandteil der Festigkeitsprüfung und haben diese Festigkeit nachgewiesen.

Die erhältliche Auflastung von Genesis Import ist immer explizit auf die Fahrzeugstellnummer des Fahrzeugs ausgestellt und nur für die Eintragung für das dementsprechende Fahrzeug gültig.
Die Vorführung bei der zuständigen Überwachungsbehörde (TÜV / DEKRA….) ist dann noch vonnöten und anschließend noch die Eintragung beim zuständigen Straßenverkehrsamt in die Fahrzeugpapiere.
Durch ein Sondergutachten (B-Papiere) ist das Gutachten auch für viele EU-Länder außerhalb Deutschlands gültig.

Alle Vorteile und Fakten noch mal in Kürze:
- Zulässige Gesamtmasse/ Gesamt-Gewicht für Ford Ranger PX II + III und dem aktuellen Toyota Hilux jetzt 3,5 Tonnen. Weitere Fahrzeuge folgen.
- Es sind keine zusätzliche bauliche Veränderung durchführen, wenn man bereits ein Ironman Fahrwerk (ab Performance) besitzt!
- Für viele EU Länder gültig.
- Durch das im Gutachten beinhaltetes Festigkeitsgutachten, kann die originale Felge verwendet werden!
- Nach Prüfung der Traglast der Reifen können diese eventuell weiter verwendet werden.
- Man muss nicht zwingend die härteste Version der Blattfeder verwenden. Es funktioniert schon ab der Performance-Stufe und bietet trotz der maximalen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen einen guten Fahrkomfort.
- Keine zusätzlichen, anfälligen Anbauteile nötig (Kompressoren, Luftbälge, Zusatzfedern oder ähnlich)
- Dadurch bleibt die volle Verschränkungsfähigkeit der Blattfedern im Gelände erhalten.
Das Fahrwerk bzw. das Gutachten ist ab sofort bei Genesis-Import und allen Handelspartner erhältlich!

Ich darf als einer der ersten Kunden, mein Fahrzeug mit dem Fahrwerk und Gutachten von Genesis Import auflasten! Die Vorstellung bei der DEKRA ist völlig entspannt. Der Prüfer ist von der Ausführung und Umfang des Gutachtens begeistert und der Eintragung steht nichts entgegen. Dann noch schnell zum Straßenverkehrsamt zur Eintragung in die Fahrzeugpapiere und das Ganze ist amtlich! Endlich bin ich rechtlich abgesichert unterwegs.

Mit 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht lässt es sich entspannt reisen. 300 kg zusätzliche Nutzlast für Essen, Trinken, Anbauteile und weiteres Gepäck. Das werde ich nie ganz ausreitzen, aber es beruhigt ungemein. Einer Gewichtskontrolle kann ich jetzt gelassen entgegensehen.



Servus Roger, vielen Dank für diesen sehr informativen Beitrag. Du kannst mit Deinem Festaufbau natürlich nicht für ein Leerfahrzeug sprechen, aber es wäre für 90% der Wohnkabinenfahrer sehr interessant wie sich der Unbeladene Pickup mit dieser Auflastung fährt. Ich selbst habe ein TJM-Fahrwerk mit +300kg hinten im D-Max. Der packt fast alles hat aber keine Auflastung (Isuzu-Achslastaddition 3220 kg) und fährt sich unbeladen wie mit der Originalfeder.
Gruß
Manfred
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Hallo Manfred, danke für dein Feedback. Ich habe das Fahrwerk (Ironman Constand Load +300 kg) ja schon seit 2019. (siehe Bericht „Das neue Fahrwerk“. Seit der Zeit (2017 – 2022) habe ich die Fernweh-Kabine gefahren. Seit einigen Wochen habe ich ja erst den fest montierten Aufbau. Deshalb kann ich es schon beurteilen, wie es sich mit und ohne Kabine fährt. Ich glaube, egal ob du TJM, OME oder IM fährst: Alle Fahrwerke liegen auf einem recht hohen, guten Niveau und die Beurteilung der Fahrwerke ist subjektiv. Um das echt zu differenzieren, müsste man wechselweise das gleiche Fahrzeugmodell mit den unterschiedlichen Fahrwerken und gleichen Härtegraden in belasteten und unbelasteten Zuständen fahren. Ich glaube, in den Genuss ist noch keiner von uns gekommen. Deshalb halte ich mich mit meinen Aussagen immer zurück, welches nun das bessere Fahrwerk ist. Wenn du jemanden fragst, der ein OME Fahrwerk verbaut hat, wird er es wahrscheinlich loben. Gleiches wird dir ein TJM, EFS oder IM Fahrwerk Fahrer sagen. Und dass der ISUZU das alles packt, ist sicher richtig. Aber es geht in dem Bericht ja darum, dass es endlich ein Blattfederfahrwerk mit Gutachten zur Auflastung auf 3,5 Tonnen gibt. (gab es meines Wissens bis jetzt nur von EFS). Ohne Einbau von Luftfahrwerk oder Zusatzfedern. Und es ist auch für bereits verbaute IM Fahrwerke gültig – so wie in meinem Fall. Die zusätzlichen 300 kg Nutzlast, helfen einem endlich im legalen Bereich unterwegs zu sein… Viele Grüße und bis bald!
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Hallo Roger, vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Die Lösung ist wirklich hochinteressant. Ich bin eben auch kein Fan von Luftfederungen, insbesondere wenn es wirklich in Gelände geht. Und da haben wir bei der GEOCamper genügende „Verdächtige“ in der Kundschaft. Bei uns sind es wohl etwa 40-50% der Kunden die die Kabine ständig auf dem Fahrzeug haben, bei anderen Herstellern wie Tischer/Nordstar/Thokie o.ä. habe ich den Verdacht dass die öfter mal runterkommen und das Fahrzeug solo genutzt wird. Insofern finde ich auch die +300kg als guten Kompromiss während ich die oft propagierten +600kg nur für permanenten Kabinenbetrieb empfehlen würde. Viele Grüße und bis irgendwann….
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Danke für den Bericht aber efs bietet das schon seit über einem Jahr an
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Hallo Micha, ja ich weiß,aber ich habe nun mal seit über 3 Jahren ein Ironman Fahrwerk verbaut und hab auf die Auflastung gewartet. Die Freigabe hat sich ewig hingezogen. Aber jetzt ist es endlich was geworden. Interessant beim IM ist, dass man die Serienfelge weiterhin nutzen kann.Die ist im Gutachten enthalten.Ich glaube das ist schon was Besonderes und für viele wichtig.
Viele Grüße
Roger
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