Das neue Fahrwerk

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Nach dem ich mir nun 3 Jahre lang mit einer zusätzlichen Blattfeder und dem Load plus System von Ironman beholfen habe, ist nun der Entschluss gefasst ein vollwertiges Fahrwerk zu verbauen. (Infos zu Load plus gibt es hier und zur Ad – a -Leaf Blattfeder hier) Es war in der ersten Zeit ein guter, vor allem preiswerter Kompromiss, dass Serienfahrwerk damit zu verstärken und belastbarer zu machen. Warum sollte ich auch ein nagelneues Fahrwerk von meinem neuen Pickup ausbauen und praktisch auf den Schrott schmeißen oder für kleines Geld bei Ebay verkaufen ? Deshalb ist meine Meinung, dass Serienfahrwerk von Ford erst einmal aufzubrauchen und wenn dann Ermüdungserscheinungen eintreten, kann man immer noch reagieren und in ein wertiges Fahrwerk investieren. Außerdem freue ich mich auf die ca. 4 cm Höherlegung und die damit verbundenen besseren Offroad-Eigenschaften.

In der Mitte die Zusatzfelder von Ironman. ( Ad-a-Leaf) Wenn man genau hinschaut, erkennt man die wellige Form der Federn. Wahrscheinlich ein Zeichen, dass die Blattfedern schon etwas unter der dauernden Last der schweren Kabine gelitten haben.

Eine weitere Hilfe um das Aufschaukeln und Seitenneigung des Fahrzeugs zu verhindern (Load Plus)

Die Hersteller der Pickups stehen bei der Produktion nun mal vor einem großen Problem: Ein Ford Ranger zum Beispiel kann eine Last von über einer Tonne tragen! Also wie nun das Fahrwerk auslegen? Hoch belastbar aber bretthart, so das einem in ungeladenen Zustand die Plomben raus fallen? Oder komfortabel und weich ,so das bei extremer Beladung die Räder in den Radkästen schleifen? Ein schwieriges ,fast schon unmögliches Unterfangen, alle möglichen Beladungszustände bei einer Bandbreite von 0-1100 kg mit einem Fahrwerk abzudecken. Und eines muss man auch wissen: Ein Pickup Fahrwerk ist nicht für eine dauerhafte Belastung von einer Tonne ausgelegt, sondern für kurzfristige Transporte von hohen Gewichten. Das ist oft ein großes Missverständnis. Dass es Menschen gibt wie wir, die dauerhaft eine 700 – 800 kg schwere Kabine ( mit Wasser, Lebensmittel etc.) auf einen Pickup schrauben und damit wohl möglich auch noch auf Offroad Pisten mit hoher Geschwindigkeit fahren, ist bei einem Serienfahrwerk nicht vorgesehen. Deshalb merkt man dann nach einiger Zeit, dass das originale Fahrwerk müde und weicher wird. Und dann wird es Zeit etwas zu verändern.Ich habe mich für ein Ironman4x4 Fahrwerk aus Australien entschieden. Auf den Messen habe ich mir die für den Ranger erhältlichen Fahrwerke angeschaut. Letztlich scheinen sich alle auf einem guten Niveau zu bewegen.

Das komplette Fahrwerk.

Ein Fahrwerk sieht von weitem nun man nach Fahrwerk aus; Blattfedern,Spiralfedern,Schäkel, Dämpfer. Die einen schwarz-gelb,die anderen schwarz-rot die anderen in schwarz-grün gehalten. Fast wie in der Politik :-). Die Unterschiede liegen im Detail bzw. im Innenleben und in der Güte,Stärke und Qualität der verarbeiteten Stähle. Hier muss man den Werbeaussagen der Hersteller oder auf Empfehlungen von Offroad Kollegen vertrauen. Ich glaube die Australier haben mit Offroad fahren und dem Ford Ranger (eine australische Konstruktion, hergestellt in Süd-Afrika!) die besten Erfahrungen. Will man sich in den einschlägigen Foren informieren, ist man nach stundenlanger Recherche genau so schlau wie vorher. Jeder preist sein gekauftes Fahrwerk als das Beste an und alle sind von Ihrem Kauf begeistert. Also habe ich mich für das Fahrwerk entschieden, bei dem ich glaube, dass beste Preis Leistungsverhältnis zu bekommen. Da meine Kabine das ganze Jahr auf dem Fahrzeug verbaut ist , habe ich mich bei den Blattfederpaketen für das Maximum entschieden. Eine Zuladung von >350 kg bis hin zum zulässigen Gesamtgewicht sind permanent möglich. Constant Load heißt die Version.

Die Bestellung:
Vorne +40 cm höherlegung mit der Performance Feder. Hinten +45 cm mit einer permanenten Zuladung von über 300 kg. Dazu dann die mächtigen Foam Cell Pro Dämpfer

Und wenn man dann die 8 stabilen Lagen sieht, glaubt man es auch, das es permanent die Last tragen kann.

Deutliche Unterschiede zum Original Fahrwerk. 8 anstelle 5 Blattfedern beim original Fahrwerk.

Und dann noch die Premium Version bei den Dämpfern: Foam Cell Pro. Geeignet für Fahrzeuge mit hoher Zuladung und für den harten Offroad Einsatz. Im vorderen Bereich durch zwei außen liegenden Muttern in der Höhe verstellbar. Fährt man mit normalen Serien Dämpfern längere Zeit über Pisten, schäumt das Öl in den Dämpfern auf, erwärmt sich, verändert die Konsistenz und der Dämpfer verliert seine Eigenschaften. Nicht so beim Foam Cell Pro. Er besitzt durch seine beeindruckende Größe ein erhöhtes Öl-Volumen. Und außerdem verhindert ein spezieller Schaum (Foam cell) , dass das Öl nicht schäumt. Somit behält das Öl permanent , trotz höchster Belastungen, gleichmäßig seine guten Eigenschaften. In den unten gezeigten Videos kann man Aufbau der Dämpfer und den Schaum sehen. Dann versteht man was ich meine. Alternativ bietet Ironman noch die Nitro Gas Version an, praktisch der Austausch zu den Serien Dämpfer bei gelegentlichen Offroad Einsätzen. Die „Universal Version“. Oder dann die erweiterte Version „Foam Cell“ mit dem innen liegendem Schaum und größeren Ölreservoir für anspruchsvolle Bedingungen.

Die Dämpfer vorne haben ein weiter besonderes Merkmal: Die Diese besitzen ein außen liegendes Feingewinde. Mit zwei Muttern (eine zum kontern) kann man die aufliegenden Spiralfedern in der Höhe verstellen. Dazu wird allerdings ein Spezialwerkzeug benötigt. Und hier eine weitere Entscheidungshilfe für das Ironman Fahrwerk: Sollte doch mal ein Dämpfer streiken, so kann man diesen in kooperierenden Fachwerkstätten reparieren lassen.

Mit Spezialwerkzeug kann man diese beiden Muttern an den vorderen Dämpfer in der Höhe verstellen. Nur möglich bei der Version Foam Cell pro.

Die Kardanwellen Absenkung: Der Knickwinkel der Kardanwelle verändert sich bei der Höherlegung und kann so Vibrationen verursachen. Deshalb schraubt man den Abstandshaltersatz unter das Mittellager. So reduziert man den übermäßigen Winkel wieder und somit auch eventuell auftretende Vibrationen.

Die abschmierbaren Schäkel
Hier kommt das Fett rein …
…und hier drückt es wieder raus.

Der Einbau des Fahrwerks erfolgt bei der PWS Offroad in Neunkirchen

Profis am Werk: Fachmännisch werden alte gegen neue Komponenten getauscht. Lukas und Jan von PWS Offroad in Neunkirchen arbeiten sorgsam und gewissenhaft. Das Tauschen des Fahrwerks sollte man lieber Fachleuten überlassen.

Vergleich: Original Ford Teile vs. Ironman 4×4

Stärkere Wände und dickere Kolbenstange.
Deutliche Unterschiede: Durch das höhere Volumen erhitzt sich das Öl im Dämpfer nicht so stark.
Die Kennzeichnung an den Komponenten müssen für die ABE dauerhaft lesbar bleiben.

Ein weitere Vorteil des Ironman Fahrwerk ist, dass es nicht in die Papiere eingetragen werden muss. Ein Mitführen der ABE reicht aus. Man spart sich also den Gang und die Kosten für eine Eintragung bzw. unter Umständen einer Einzelabnahme!

Es ist aber zur Zeit noch in Klärung, ob die ABE für alle Reifen und Felgengrößen gelten oder nur für die Serienbereifung. Hier konnte ich bis jetzt noch keine verlässliche Information bekommen.

Außerdem sind die Dämpfer reparierbar und revidierbar. Und sollte es in den nächsten 3 Jahren Probleme geben, greift unter Berücksichtigung der Garantiebedingungen die Ironman Garantie. Nach meinem Sardinien und Pyrenäen Trip werde ich Ende Oktober 2019 noch mal ein Update über die verbesserten Eigenschaften geben.

Der alte Zustand. Hinten zwischen Radkastenoberkante und Boden 99cm. Vorne 91 cm.

Da das Fahrzeug mit dem Ad-a-leaf und Loadplus System schon etwas höher gelegt war, ist die neue Höhe „nur“ um 2 cm gewachsen. Der Sprung von einem Serienfahrwerk zum Offroad Fahrwerk wird 4 cm sein.

Vorne hat es ca 3 cm an Höhe gebracht. Hier werde ich in Zukunft die Höhe noch mal in der Werkstatt verändern lassen, d.h. die vorderen Dämpfer bzw. Spiralfedern etwas stärker vorspannen.

So steht der Ranger schön gerade. Vorne wäre noch ein bisschen Luft nach oben. Bei meinem nächsten Werkstattbesuch werden wir versuchen das Fahrzeug vorne noch etwas zu erhöhen. Mit den verstellbaren Dämpfern sollte es kein Problem sein.

Und hier geht es zum Video:

Ironman4x4 Australien hat mir erlaubt, diese zwei Werbevideos mit auf meiner Homepage zu veröffentlichen. Hier sieht man eindrucksvoll die Leistung des Fahrwerks und sieht auch mal die Konstruktion und Aufbau vom Foam Cell Pro Dämpfer.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Heiko sagt:

    Sehr interessant, mich würde interessieren was die Sache am Ende gekostet hat.

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    1. wohnkabinen sagt:

      Hallo Heiko, habe die Endabrechnung noch nicht bekommen. Das Fahrwerk liegt bei ca.2000€, wobei das die „Premium“ Ausführung ist.Je nach Komponenten die man verbaut wird es auch günstiger. Der Einbau wird irgendwo bei 1000-1500€ liegen. Liegt ein bisschen am Fahrzeug bzw dem Aufwand. Lass dich doch bei der PWS Offroad mal beraten ,die stimmen das exakt auf deine Wünsche ab.Die sind nett und kompetent ind helfen dir gerne weiter.Viele Grüße Roger

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