Zubehör : Load Plus

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Ein Ford Ranger hat eine Zuladung von über 1000 kg. Das hört sich erst einmal super an und bei einem Gewicht der Kabine von 550 kg völlig ausreichend. Andere Pickups sind für wesentlich weniger ausgelegt. Das war mit ein Kaufargument für den Ranger. Allerdings ist die Angabe der maximalen Zuladung nicht unbedingt für eine dauerhafte Beladung gedacht. Geschweige denn, mit dieser Zuladung Offroad-Pisten und schwieriges Gelände zu fahren. Da ich die Kabine ganzjährig auf meinem Fahrzeug habe, wollte ich etwas der dauernden Belastung entgegensetzen und gerne ein Fahrwerk mit dem man auch ins Gelände kann, ohne das die Federn gleich durchschlagen. Ein vollwertiges neues Fahrwerk von OME , Ironman oder Pedders liegt um die 2000.-€ zzgl. Einbau. Dafür bekommt man stärker dimensionierte Blattfedern für höhere Zuladung, vordere stärkere Federn und Offroad taugliche Stoßdämpfer.Zusätzlich gewinnt man bei den meisten Fahrwerken ca. 4 cm mehr an Höhe. Doch ich kam ins Grübeln: Warum soll ich ein neues, unbenutztes Fahrwerk von meinem Neufahrzeug demontieren und quasi wegschmeißen? Wer kauft mir ein neues Serienfahrwerk ab? Für ein paar Euro die neuen Teile verkaufen? Gut finde ich die Idee, dass Serienfahrwerk zu verstärken und „aufzubrauchen“. Wenn es dann in 3 oder 4 Jahren nichts mehr taugt, kann man immer noch überlegen, in ein komplettes Fahrwerk zu investieren.

Das Load-plus System

Im Ironman4x4 Katalog habe ich eine halbe Blattfeder entdeckt. Genannt: Helper Spring , Hilfsfeder. Laut Werbeaussagen kann die Feder folgendes:

Sie reduziert das Durchhängen des Fahrzeughecks um bis zu 20%, Sie verbessert Fahrverhalten und Handling von bis zu 35%. Sie verringert die Rollneigung der Karosserie um bis zu 40%. Sie reduziert das Bremsenfading um bis zu 20% und erhöht die Ladefähigkeit und Fahrkomfort.

Ich kann die Punkte alle bestätigen, allerdings weiss ich nicht ob die angegebenen Prozentangaben zutreffen. Die Feder wirkt erst richtig, wenn das Fahrzeug zur Seite neigt oder die auftretenden Kräfte drohen die Blattfedern durch zuschlagen. Das hört sich gut an und für 200.-€ einen Versuch wert. Eine englische (australische) Erklärung gibt es hier: (YouTube)

Quelle Youtube / Urheber Ironman 4×4

Hier gibt es die Montageanleitung als PDF zum Download:

Eine Montage ist in 10 Minuten erledigt. Mit den Muttern stellt man die Spannung ein und kontert mit der zweiten, damit sich nichts löst. Hier schon fast in der höchsten Vorspannung.

Für meinen Kauf vor ca. 2 Jahren gab es noch keine Freigabe vom TÜV. Beim TÜV Termin durfte ich dann das Teil auch prompt abbauen. Mit dieser montierten Feder wurde mir der TÜV Stempel verweigert. Laut Internet Beschreibung soll es jetzt eine ABE geben.

Update: Ich habe heute ( 15.05.2019) eine ABE von Allrad Nord zugesendet bekommen. Damit ist bei einer sachgerechten Montage eine Eintragung nicht nötig. Die ABE muss immer mitgeführt werden.

Allerdings gab es bei meiner Version für den Ford Ranger ein Problem:


Diese Klammer stört. An diese Stelle gehört eigentlich die Befestigung der Load-plus Feder. Das Ganze müsste also ein paar cm nach vorne zur Achse rücken.

Ich habe mich nicht getraut die Klammer zu entfernen und die Befestigung hinter die Klammer gesetzt.Davor passte nicht.

Meiner Meinung nach gehört die Feder bis an die Achsbefestigung. Es fehlen noch 3 cm. Geht aber ja nicht, da man die vordere Befestigung genau auf die Achsklammer schrauben müsste. Bei anderen Pickup Modellen passt es anscheinend besser, weil es diese Klammer nicht gibt oder sie an anderer Stelle sitz.

Ob man diese Problem mittlerweile gelöst hat und es eine längere, andere Version gibt weiß ich nicht. Anscheinend ist es aber auch egal, denn es funktioniert auch so tadellos. Wenn man nun in die Kurve fährt,wankt das Fahrzeug nur leicht zur Seite. Man merkt richtig, wie die Feder anfängt zu unterstützen. Auf einer Motocross-Strecke habe ich die Probefahrt unternommen und sogar leichte Sprünge provoziert. Das Fahrwerk ist nicht durchgeschlagen! Und trotzdem behält man durch das hohe Gewicht der Kabine, eine gute Verschränkung mit ständigen Kontakt zum Boden. Ich habe allerdings die Load Plus Feder fast bis zum Anschlag angezogen. Hier muss man selbst einfach die optimale Einstellung finden. Das Fahrzeug fährt wie auf Schienen und steht wunderbar gerade. Oft ein Problem der Pickups mit Wohnhaus. Manche stehen wie ein Keil und man glaubt die Kabine rutscht gleich hinten runter. Und das alles für 200.-€ ! Es ersetzt sicherlich kein hochwertiges Offroad Fahrwerk, aber erst wenn das alles sein Alter hat, werde ich über ein neues, vollwertiges Fahrwerk nachdenken.

Der ehemalige Generalimporteur von Ironman4x4, Allrad Nord weist explizit darauf hin, dass man nicht beide Systeme, also Add-a-Leaf und Load Plus gleichzeitig und zusammen verwenden soll, da es im Zusammenspiel nicht hinreichend getestet wurde! Auch könnte es mit der ABE für das Load Plus System zulassungsrechtliche Probleme geben.

Gekauft habe ich das Load Plus System hier :

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Günter sagt:

    Hallo, 500kg Kabine und kleine Luftsprünge auf einer Motocross Strecke :-) Ich selbst habe einen 3.2 Ltr Extra Cab Ranger mit fest montierter Ortec Kabine. Im Reisetrimm für mehrere Monate Reise komme ich leicht auf 650kg. Ohne OME +600kg Fahrwerk funktioniert die Kombination bei mir nicht auf Dauer. Aber Sprünge würde ich trotzdem nie freiwillig machen ;-)

    Liken

    1. wohnkabinen sagt:

      Hallo Günter, danke für deine Mail. Nicht falsch verstehen: Die Sprünge auf der Motocross Strecke waren zum Testen und Einstellen der Load plus Federn. Da habe ich bewusst Extremsituationen provoziert um zu schauen was geht. So was mach ich nicht täglich :-) und seit dem auch nicht mehr. Aber ich bin der Meinung, wenn man zügig auf Pisten in Marokko, Tunesien oder sonstwo unterwegs ist und man eine Bodenwelle übersieht, dann darf das nicht das Ende der Reise bedeuten.Das Ganze sollte mit genug Reserven in der Zuladung ausgestattet sein, wenn man sich Offroad bewegt. Wenn man überwiegend Straßen fährt und kurzzeitig und langsam mal eine Piste dann mag das auch ohne zusätzlichen Fahrwerkveränderungen gehen. Allerdings sind viele Fahrzeuge alleine durch die Kabine oft schon im Grenzbereich. Bisher klappte das mit der Zusatzblattfeder und dem Loadplus System in Verbindung 2 Jahre lang ganz gut. Und seit letzten Jahr mit dem Ironman Constant Load +600 und den Foam Cell Pro Dämpfer. Trotzdem versuche ich immer nur das Nötigste auf Reisen mitzunehmen um Gewicht zu sparen.

      Viele Grüße

      Roger

      Liken

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