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Vor einigen Jahren habe ich eine Trockentrenntoilette in meinem Fernweh Mobil verbaut. Da habe ich mir einige Tricks einfallen lassen, um die Kildwick in das Fernweh Mobil zu integrieren. Den Bericht findest du hier: Trockentrenntoilette im Fernweh-Mobil.
Nun stehe ich vor der Frage: Welche Toilette möchte ich in meinem neuen Mobil verbauen? Eigentlich ist es gar keine Frage, denn die Antwort ist schon klar: Ich bleibe bei dem Konzept der Trockentrenntoilette. Das hat mich begeistert und auch die Marke Kildwick hat mich überzeugt. Warum was ändern, was sich bewährt hat?
Shit happens ! Everywhere !
So lautet ein Slogan der Firma Kildwick. Und das trifft den Nagel auf den Kopf! Irgendwann muss jeder einmal müssen. In der ersten Zeit, wo ich mit dem Offroaden angefangen habe (vor 34 Jahren !!!) war es für mich kein Thema: Es wurde irgendwo in die Büsche gegangen. Meist mit einem Spaten bewaffnet. Es gab noch kein Park4Night und ähnliche Hilfsmittel und somit verteilten sich die handvoll Offroad-Reisenden in der Weltgeschichte und die Hinterlassenschaften waren überhaupt nicht der Rede wert. Heute ist es anders. Tausende von Vans, Wohnmobile und Offroader sind in der Saison auf Achse. Und dank Insta, Facebook, Park4Night und ähnlichen Apps, besuchen alle täglich dieselben Übernachtungsplätze. Das hat zur Folge, dass diese Plätze bzw. die umliegenden Büsche oft riechen wie die Toilettenanlage am Kölner Hauptbahnhof. Teilweise ist es echt ekelhaft geworden. Deshalb propagiere ich seit Jahren, dass jeder, der autark unterwegs sein will, eine Toilette dabei haben muss. Ich halte das für selbstverständlich. Aber leider sind nicht alle meiner Meinung.

Auch wenn du heute alleine an diesem Platz stehst. Morgen kommt der Nächste. Und übermorgen wieder jemand. Da braucht man kein Mathe – Genie zu sein, um hochzurechnen, wie viel Hinterlassenschaften auf einem Park4Night strapazierter Stellplatz im Laufe einer Saison liegen bleiben.
Vor Jahren konnte man ja noch die Ausreden benutzten, dass die Reinigung einer Chemietoilette – wie sie oft im Camper genutzt wurde – einer Dschungelprüfung in nichts nachsteht. Aber das ist keine Ausrede mehr, keine Toilette an Bord zu haben. Die Zeiten der Chemieklos sind vorbei! Die Trockentrenntoilette hat sich etabliert.
Was ist das Geheimnis?
Hier noch mal auf die Schnelle erklärt: Eine Trockentoilette verfügt über eine besondere Schüssel. Hinten ein etwas größeres Loch, vorne ein kleiner Durchlass.

Mit dieser besonderen Trennschale wird das Flüssige und das Feste getrennt. Das heißt, das Gelbe fließt vorne durch das kleine Loch in einen Urintank und das Braune landet hinten in einen Eimer.
Deshalb der Name: Trockentrenntoilette
Ich höre jetzt schon die skeptischen Einwände aus der Damenwelt bis in mein Büro: Wie soll das gehen? Beziehungsweise zielen und treffen? Es geht! Alle TTT Besitzer*innen, die ich kenne, haben schon nach kurzer Zeit ihre Skepsis verloren und lachen über ihre anfänglichen Bedenken.
Auch wenn die Damen es – anatomisch bedingt – etwas schwerer haben zu zielen. Es funktioniert und es ist überhaupt kein Problem.


Dadurch, dass die beiden Stoffe getrennt werden, riecht es nicht. Der Urin alleine sondert keine großen Gerüche ab und dem Braunen wird die Feuchtigkeit entzogen und vertrocknet. Kot ohne Feuchtigkeit riecht nicht. Um den Trocknungsprozess etwas zu beschleunigen, streut man das Braune etwas ab. In der Vergangenheit habe ich etliche Experimente mit den verschiedensten Materialien gemacht. Zum Beispiel mit Katzenstreu mit Aloe vera Duft. Das war schlimm. Mittlerweile nutze ich am liebsten das China-Schilf von Kildwick. Das hört auf den exotischen Namen Miscanthus und ist ein schnell nachwachsendes, klimaneutrales Material mit hoher Saugkraft, welches sich voll kompostieren lässt.

Warum wieder eine Kildwick?
Weil es tadellos funktioniert!
Da ich einen gradlinigen und winkligen Ausbau mit Alu-Steckprofilen realisiere, ist es einfach, die auch gradlinige MiniLoo in mein neues Projekt zu integrieren. Die Form passt perfekt in mein Ausbaukonzept. Quadratisch – praktisch – gut. Rundungen hätten gestört.
Der Urintank hat ein größeres Volumen als bei vergleichbaren Modellen der Mitbewerber in dieser kompakten Gesamtgröße. Das hilft, wenn man länger autark stehen möchte.
Der Bausatz ist perfekt und kinderleicht aufzubauen. Alles hat eine wertige Qualität. Das Holz ist auf den Zehntelmillimeter gelasert. Es macht einen großen Spaß, das Teil zusammenzubauen. Einen Hammer geholt und los gehts. Man benötigt keine Werkstatt. Diese Toilette habe ich abends im Wohnzimmer zusammen gebaut.
Dass ich nicht der Einzige bin, der von der Qualität überzeugt ist, hier mal ein Kommentar von einem Leser meiner Website:
Hi Roger,
es war dein Beitrag, der mich dazu brachte, mich mit der TTT-Thematik zu beschäftigen und die Miniloo zu bestellen. …. Der Bausatz war auf den Millimeter perfekt vorbereitet. Nichts klemmt oder steht schief oder muss hingebogen werden. Das ist Deutschland – bei großen Projekten scheitern die Verantwortlichen nur zu oft, aber im Kleinen schafft es ein junges Unternehmen wie die Kildwick-Nachfolger, mit Geist und ingenieursmäßiger Präzision solch ein Produkt zu realisieren. Ich bin schlicht begeistert, welch kluge Köpfe so manches Projekt auf die Beine stellen, und dazu zähle ich z. B. auch dieses ansprechende Camper-Portal….
Schön, dass neben allem Schund, mit dem man täglich online oder real traktiert wird, auch Leute mit Sinn und Verstand etwas tun, was wirklich Potenzial hat, sich am Markt zu etablieren…..
Der Aufbau
Selten hat mich so ein Bausatz wie von Kildwick begeistert. Es ist bis auf dem benötigten Hammer und Schraubendreher alles dabei, was man zum Zusammenbau benötigt. Löcher für die Nägel sind schon vorgegeben. Fast alles ist selbsterklärend. Es gibt Holz-Schablonen, die beim Aufbau helfen. Aber man sollte trotz aller Leichtigkeit in die sehr gute Gebrauchsanweisung schauen. Denn in manchen Punkten ist es wichtig, eine bestimmte Reihenfolge beim Zusammensetzten zu beachten. Das erschließt sich sonst einem erst, wenn es zu spät ist…












Hier noch mal der YT – Beitrag über die Funktionsweise und Zusammenbau meiner ersten MiniLoo. Mit der Erklärung wie ich sie für mein Fernweh Mobil umgebaut habe.
Die Updates
Gegenüber meiner MiniLoo Version von vor 3 Jahren, hat es einige Verbesserungen gegeben.
Der Klodeckel wird jetzt von kräftigen Magneten gehalten. So wie die gesamte Trennschale. Diese wird nicht mehr mit einem Exzenter geöffnet, sondern mit einem Holzspachtel.
Also nur Kleinigkeiten, die sich verbessert haben. Das Grundkonzept ist geblieben.
Der Einbau




Die Abluft
Um es dieses Mal perfekt zu machen, installiere ich einen Ventilator an der Seite. Laut Kildwick, der leiseste Lüfter der Welt. Und wirklich: Man muss schon genau hinhören. Die Abluft geht runter nach außen.
Dazu zwei Tipps:
Die Luft nach unten führen! Wenn man es zur Seite führt, könnte es sein, dass ein starker Wind die Luft wieder nach innen drückt! Das wäre unangenehm, … Macht man dann in Island mal eine Wasserdurchfahrt, muss man daran denken, das Loch vorher zu verschließen.
Es sollte nicht an der Kabinenseite austreten, wo man seinen Sundowner trinkt. An der Stelle des Austritts müffelt es zwangsweise etwas.


Ich bin froh, dass ich mir diese mal die Arbeit gemacht habe einen Lüfter zu installieren. Was soll ich sagen: Es ist damit wirklich perfekt! Auch bei größeren Außentemperaturen riecht man nichts – gar nichts! Wirklich! Deshalb genügt es auch einen Vorhang zu installieren und benötigt keine Türe zum Wohnzimmer.

Fazit nach der ersten Tour
Auf der ersten Pyrenäen Tour konnten wir die MiniLoo von Kildwick 14 Tage bei allen Witterungsverhältnissen nutzen. Unsere Begeisterung ist groß. Sie hat sich super in das Gesamtkonzept integriert und man kann bei voller Nutzung ca. 4 Tage mit 2 Personen autark genutzt werden. Am meisten begeistert uns, dass die Geruchsbelästigung durch den Mini-Lüfter gegen null tendiert. Wirklich! Ein bisschen wie Zauberei. Man kann es gar nicht glauben. Und die Entsorgung der Fäkalien kann einfacher nicht sein. Tüte in den Müll, gelbes in die Toilette.
Unsere Erfahrungstipps der letzten Jahre:
Wir geben immer einen Schuss Essigesenz mit in den Urintank. Das hilft den Urinstein zu vermeiden und eliminiert die letzten Gerüche.
Wir stülpen immer eine zweite kompostierbare Tüte über den Eimer. Wird die Erste einmal undicht, rettet die Zweite das Malheur. So bleibt der eigentliche Eimer über Jahre blitzblank.
Man sollte kein Katzenstreu nehmen. Schon gar nicht mit Aloe vera Geruch. Beste Ergebnisse erzeugten wir mit dem Chinagras von Kildwick.
Will man offroad unterwegs sein, sollte man den Spillguard-Kit mitbestellen. Ein Spritzschutz, der den Urinbehälter abdichtet.


Es gibt also keinen Grund mehr, keine Toilette mit an Board zu haben. Kildwick bietet selbst für kleine Fahrzeuge, kleine Modelle an. Man braucht keine Chemikalien mitzuschleppen und die Entsorgung der Toilettenrückstände erzeugt kein Herpes mehr. Und die Umwelt dankt es dir! Und die nachfolgenden Camper, die am nächsten Tag an deinem park4night Platz stehen…
