Reisetipp Griechenland Teil II : Korinth und Peloponnes

Nach dem wir 3 Klöster besichtigt haben, geht es nun Richtung Süden. Wie schon geschrieben, hätte man im Gebirge und auch unterwegs noch viele landschaftliche und kulturelle Highlights bestaunen können. Aber wir sind nun mal zeitlich leider begrenzt.

So geht es auf dem schnellsten Weg nach Korinth
Mittagspause auf dem Weg nach Korinth.

Bis Mittag haben wir noch ein Kloster besucht und nun wird es auf dem halben Weg dunkel. Wir entschließen uns einen Campingplatz aufzusuchen. Im Vorfeld hatte ich mir schon diverse Plätze ausgesucht. Anscheinend ist dieser Teil von Griechenland nicht so touristisch erschlossen. Alle angefahrenen Campingplätze haben bereits geschlossen und die Strandcafés haben den Dienst schon eingestellt (26.Sept.!) In einem Vorort von Chalkida, fragen wir in einer Taverne ob wir hier irgendwo stehen dürfen. Sofort sind alle Einheimischen Gäste bemüht, um uns Tipps für einen Stellplatz zu geben. So stehen wir endlich traumhaft direkt am Meer. Vorsorglich fragen wir einen Hausbesitzer ob wir stören. Sofort werden wir eingeladen Wasser zu tanken und wenn wir irgendwas benötigen sollen wir uns melden. Das ist griechische Gastfreundschaft!

Die Straße von Korinth

Teils führt der Weg über toll ausgebaute Autobahnen. Alles neu und top ausgebaut. Mit EU Geldern gesponsert. Am Rand stehen große blaue EU Schilder, wo die Geldbeträge angezeigt werden, die die einzelnen Bauabschnitte der Autobahnen gekostet haben. So schnell kann ich im Vorbeifahren die vielen Nullen hinter den ersten Zahlen nicht zählen…..Dafür sind wir zeitweise alleine auf der Autobahn. Gefühlt alle 50-100 km gibt es eine Mautstation. Vielleicht erklärt das die Leere auf der Bahn…..Ich habe leider nicht mitgerechnet, aber insgesamt haben wir gewiss ca. 50 bis 80€ für Maut ausgegeben.

Schockiert haben mich die wilden Müllkippen an den Landstraßen und im Gelände. Hinter jeder Mauer liegt Müll. So was macht mich wütend und fassungslos. Wie dumm muss der Mensch sein, der sein Land mit Müll so verschandelt. Unfassbar! Und dieses mal waren es nicht die bösen Touristen, die die schöne Landschaft mit Müll verschandeln. Ich habe zumindest keinen deutschen Tourist gesehen, der seine Polstergarnitur nach Griechenland mitgebracht hat ,um sie dort in den Büschen zu entsorgen 🙂 Ich hoffe, dass bei den Griechen in Zukunft ein Umdenken stattfindet und sich ihr Verhalten zur Umwelt bessert. So kann es auf jeden Fall nicht bleiben.

Athen lassen wir hinter uns und wir erreichen den Kanal von Korinth. Wir genießen einen Kaffee im Isthmia Bridge Cafe (Weiterleitung zu Google Maps) und bestaunen eine Unterwasserbrücke. Der Kanal von Korinth ist über 6 km lang und hat eine Breite von 24 m. Der Bau begann 1881 und dauerte 12 Jahre. In 84 m Tiefe, grub man sich durch das Gestein. Wahnsinn. Der Kanal erspart der Schifffahrt einen 400 km Weg um die Peloponnes, die südliche griechische Halbinsel.

Augenscheinlich eine normale Brücke
Doch diese versinkt nach unten ins Wasser
6 km lang und 24 m schiffbare Breite

 Ab jetzt befinden wir uns auf der Halbinsel Peloponnes, unser eigentliches Ziel. Da unser Zeitplan etwas hängt, entscheiden wir uns direkt nach Nafplio zu fahren. Eine schöne Bucht etwas südlich vom Ort gelegen, lädt am nördlichen Ende zum Freistehen ein. Nicht offiziell, aber anscheinend stört es niemanden. Ob das immer toleriert wird weiß ich nicht. Man findet die Bucht von Karathona hier.

Auf dem Weg hier hin, möchte ich gerne noch das Epidaurus Theater sehen. Aber auf Grund der vorgerückten Stunde fehlt die richtige Lust. Heute ärgere ich mich , das wir uns die Zeit nicht genommen haben. Na ja,ein Ziel für die nächste Griechenland Tour.

Viele Plätze habe ich in einem genialen Reiseführer gefunden. Hier haben sich zwei Wohnmobil Fans viel, viel Arbeit gemacht und tolle urige, einsame Stellplätze, Wanderungen, Höhlen und auch unbekannte, nicht typische kulturelle Tipps in kurzen Sätzen beschrieben. Keine Beschreibungen die in die Tiefe gehen, sondern kurz und knackig zum Nachfahren und Erleben. Toll! Genau mein Geschmack. Erhältlich ist er hier: Mit dem Wohnmobil auf die Peloponnes(Weiterleitung zu Amazon)

Ein Reiseführer zum Nachfahren.

Weiter geht’s zu einem alten Schiffswrack. Am Strand Paralia Valtakiou (nahe Gythio) liegt das am 23. Dezember 1981 gestrandete, 67 m lange Schiffswrack 

Alles Weitere im dritten Teil der Griechenland Reise

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